Science on Tour Lausitz

Aspirinsynthese – Herstellung eines Wirkstoffs gegen Kopfschmerzen

Acetylsalicylsäure ist ein schmerzstillender, blutgerinnungs- und entzündungshemmender Wirkstoff, der auch Fieber senkt. Die Weidengewächse, aus denen ein verwandter Wirkstoff erstmals gewonnen wurde (lateinisch: Salicaceae) standen Pate bei der Namensgebung dieser Substanz. Besonders bekannt ist die Acetylsalicylsäure unter dem Markennamen Aspirin. Chemisch gesehen ist die Acetylsalicylsäure ein Ester der Salicylsäure mit der Essigsäure.

Mit Hilfe einer Apparatur, die aus einem Magnetrührer mit Heizung, Wasserbad mit Thermometer und Rundkolben mit Rückflusskühler besteht, wird die Acetylsalicylsäure aus Salicylsäure, Essigsäureanhydrid und Schwefelsäure unter Rühren und Temperaturerhöhung hergestellt. Das entstandene Rohprodukt wird filtriert und mittels Filterpapier abgepresst. Diese Substanz enthält jedoch noch nicht umgesetzte Ausgangsstoffe. Demzufolge müsste sie für ihren Einsatz als Wirkstoff in Medikamenten noch mehreren Reinigungsschritten unterzogen werden, damit die Reinheitskriterien für Arzneimittel erfüllt sind.
Im Schülerpraktikum wird zu Demonstrationszwecken das Umkristallisieren als Reinigungsmethode durchgeführt.  

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Wichtige Informationen

Kurzbezeichnung: Ch03
Kosten: keine
Fachgebiet: Chemie
Zielgruppe: Schüler ab 10. Klasse, bei naturwissenschaftlicher Ausrichtung auch tiefere Klassenstufen
Teilnehmer/Gruppenstärke: maximal 16 Teilnehmer (Vierer-Arbeitsgruppen)
Erforderliche Vorkenntnisse: Verhalten im Labor
Indoor/Outdoor: Indoor
Technische Voraussetzungen: Fachraum Chemie mit Strom- und Wasseranschluss direkt an den Schülertischen wünschenswert
Zeitbedarf: 2,5 Stunden
Betreuende Fachlehrer: ein Fachlehrer erforderlich
Geeignet für Messen: nein
Thematisch passende Experimente: Paracetamolsynthese – Herstellung eines Wirkstoffs gegen Kopfschmerzen und Dünnschichtchromatographie von Schmerzmitteln – Ist die Probe rein?
   

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