Internationales

Gabor Renes (Finnland)

Ein Jahr in Finnland, an der Kajaani Polytechnic

von Gabor Renes, Student der Betriebswirtschaftslehre

Der Campus der Kajaani Polytechnic (finnisches Gegenstück zur deutschen Fachhochschule), auf dem ich als Exchange-Student ein interessantes Studienjahr 2004/2005 verlebte, ähnelt dem der FHL. Er ist zwar etwas kleiner, aber auch dort sind alle Gebäude nah bei einander, so dass man keine langen Wege zurücklegen muss. Das half zum Anfang sehr, sich einzugewöhnen.

Allerdings bietet der Campus eine kleine Besonderheit: Jeden Dienstag und Donnerstag kann man für gut anderthalb Stunden kostenlos die Campuseigene Sauna besuchen.

Im Unterschied zum Studiengang Betriebswirtschaftslehre sind die Vorlesungen im BBA Programm (Bachelor of Business and Administration) komplett in englischer Sprache gehalten und man kann die Lehrer und Professoren mit Vornamen ansprechen.

Die Vorlesungen finden meistens in kleinen Gruppen statt und sind vor allem den Studenten zu empfehlen, die als Spezialisierung Marketing und Finanzierung haben. Die haben die Gelegenheit, ihre Kenntnisse zu festen und im englischen Bereich zu vertiefen. Aber auch für jeden anderen Studenten, der seine Englischkenntnisse verbessern will, ist die Kajaani Polytechnic zu empfehlen. Das Lernklima ist sehr familiär und man findet schnell Kontakt. In fast jeder Vorlesung werden kleine Gruppen gebildet, die dann Hausarbeiten und Präsentationen ausarbeiten müssen.

Auch außerhalb der Polytechnic wird viel für die Exchange-Studenten geboten. Die Studentenorganisation unternimmt viele Wochenendausflüge und Kurztrips (z.B. zum original Weinnachtsmann), so dass man auch etwas von Finnland zu sehen bekommt. Sie organisiert aber auch Saunaabende und Partys, um den Exchangestudenten die finnische Kultur näher zu bringen.

Ich habe mein Jahr in Finnland sehr genossen, habe viele Leute aus unterschiedlichen Ländern getroffen und meine Englisch verbessert. Es hat sich also vollends gelohnt und kann es nur jedem Finnland und die Kajaani Polytechnic empfehlen.

Als kleiner Tipp für alle die interessiert sind, ins Ausland zu gehen: überlegt euch, ob ihr nur ein halbes Jahr gehen wollt. Diese Zeit geht viel zu schnell vorbei und man überhaupt keine Möglichkeit eine richtige Beziehung mit dem Land, der Umgebung und den Leuten einzugehen. Es sieht zwar trotzdem gut auf dem Lebenslauf aus, aber persönlich bringt es nicht viel.

Christian Fanenbruck (Polen)

Der Grund weshalb ich mich dafür entschieden habe ein Jahr in Kraków zu studieren liegt in der Neugier, die ich unserem Nachbarland Polen gegenüber empfinde.

Als ich aus meiner nordrhein- westfälischen Heimatstadt nach Cottbus zog, um dort Architektur zu studieren war ich einigermaßen überrascht zu beobachten, dass die Niederlausitz zwar geografisch eine Grenzregion ist, in der zweifelsohne ein slawischer Charakter zu erahnen ist, in welcher jedoch ein intensiverer Austausch oder ein wie auch immer geartetes Zusammenwachsen mit dem Nachbarn, welches über günstige Zigaretten- und Benzin- Käufe hinausgeht scheinbar nicht sehr ausgeprägt ist. Überrascht war ich auch zu hören, dass so gut wie niemand meiner neuen Freunde und Bekannten, die zum Großteil alle aus Cottbus und der näheren Umgebung stammen, jemals einen Ausflug in das nahegelegene Wroclaw unternommen hatten. Eine Stadt, die mich nach einem halben Jahr Aufenthalt im etwas trostlosen Cottbus magisch anzog und mich mit ihrem pulsierendem Leben und ihrer spannenden Atmosphäre absolut beeindruckt hat. Die Erwartung an einen Ort zu gelangen, der nach altbekannten Ost- West- Vorurteilen nur noch ärmer, heruntergekommener, noch verwahrloster, und deprimierender sein müsste, hat sich für mich in keiner Weise bestätigt.

Und meine Erstauntheit war nicht etwa jene Verwunderung eines vieler deutschen Reisegruppenteilnehmers, der stundenlang durch Polen fährt, um in den Masuren die Wolfsschanze zu besichtigen.

Dem anhand der zahlreichen internationalen Firmensitze, an denen sein Reisebus vorbeirauscht,  auffällt, wie weit es doch der Pole in dieser kurzen Zeit schon gebracht habe.

Bei meinem ersten Besuch in Wroclaw war ich beeindruckt von dem geradezu dynamisch wirkenden Leben auf den Plätzen und Strassen, die von, auch wenn es naiv klingen mag, glücklich und selbstbewusst scheinenden Menschen bevölkert waren.

Mein Eindruck ähnelte demnach eher dieser nicht selten neidisch daherkommenden Erstauntheit eines deutschen Urlaubers dem während seines Italien- oder Frankreich- Aufenthaltes klar wird, wie sehr doch der Deutsche noch Nachhilfe in Sachen “Savoir vivre“ habe. Alles was mir in Cottbus trostlos erschien, wenn ich an die leerstehenden Stadthäuser, an den abbröckelnden Putz oder an die vielen anonymen Plattenbauten dachte, schien dort irgendwie, obgleich in ähnlichem Zustand, annehmbarer, charmanter und menschenfreundlicher zu sein. Auf der einen Seite Metaphern einer perspektivlos wirkenden Region und auf der anderen Seite ein interessanter Wiederspruch zwischen Dynamik, Aufbruch und Stillstand.

Mir ist die Chance klar geworden, die darin bestünde diese Welten, welche sich auf beiden Seiten der Grenze befinden in irgendeiner Weise enger zu vernetzen.

Diese Chance selber zu nutzen und damit aus meinem eigenen Umfeld heraus einen wenn auch verschwindend geringen Anteil an dieser Vernetzung zu haben, war für mich eine vielversprechende Idee, die ich mit meinem Studienaufenthalt in Polen verwirklichen wollte.

Durch polnische Erasmusstudenten, die ich an meiner Hochschule in Cottbus kennen lernte, kam ich dann später auch in den Genuss die Stadt Kraków zu besuchen. Es erscheint mir an dieser Stelle fast überflüssig zu beschreiben warum und wie sehr mir diese Stadt gefällt, da ein jeder ja seine eigenen Eindrücke und Erfahrungen am besten selbst sammeln kann. Erwähnenswerter ist vielleicht eher, dass ich mir sehr bald wünschte dort für einige Zeit zu leben und zu studieren. Nachdem ich meinen Bachelor- Abschluss erreicht hatte sah ich in den ersten beiden Mastersemestern eine günstige Gelegenheit ein Auslandjahr in Kraków einzulegen. Als dann ein zügiger und unbürokratischer  Bewerbungsvorgang abgeschlossen war, nahm ich mit meiner Gasthochschule Kontakt auf, welche mich daraufhin ausgesprochen freundlich und professionell beraten, informiert und empfangen hat.

Gemeinsam mit Erasmus- Studenten aus Spanien, Frankreich, Italien, England und Österreich fanden wir hervorragende Arbeitsbedingungen vor, wie u.a. einen eigenen Arbeitsplatz mit Internetanschluss in einem eigens für uns eingerichteten Großraumatelier. Außerdem wurden uns mit Vorlesungen und Konsultationen in englischer Sprache speziell auf uns ausgerichtete Lehrinhalte angeboten.

Alles in allem kamen mir die Bedingungen fast schon zu perfekt vor, da man sich anfangs ein wenig zu isoliert von den polnischen Studenten vorkam.

Doch der Besuch eines Polnisch- Sprachkurses an der Jagiellonen- Universität und die gezielte Wahl von Kursen, die vor allem von heimischen Studenten belegt wurden, waren wirkungsvolle Maßnahmen zu einer intensiveren Integration. Das wichtigste was ich neben vielfältigen fachlichen Anregungen mitnehmen konnte sind für mich die Menschen, die ich getroffen habe und von denen ich lernen durfte.

Die Möglichkeit mit Kommilitonen aus unterschiedlichsten Ländern mit unterschiedlichsten Ideen und Denkweisen in Kontakt zu kommen, sich kennen zu lernen, sich auszutauschen und gemeinsam zu arbeiten ist für mich ein unglaublich wertvoller Gewinn, den man sich als Student nicht entgehen lassen sollte.  

Man hat Anteil daran, wie das abstrakt wirkende politische Gebilde Europa auf einer ganz persönlichen, zwischenmenschlichen Ebene allmählich immer enger zusammenwächst.

Christian Eisenhut (Spanien)

Bericht zu meinem Auslandssemester in Spanien

Im laufe meines Studiums hatte ich mich dafür entschieden ein Semester im Ausland zu verbringen um neue Erfahrungen zu machen und meine erworbenen Spanischkenntnisse im Herkunftsland zu vertiefen und anzuwenden.

So machte ich mich dann im September 2006 auf die Reise in den Süden Spaniens um an der Partnerhochschule der FHL, der Universidad de Huelva, ein Semester zu studieren. In erster Linie ging es mir darum neue Erfahrungen zu machen, Eindrücke von Land und Leuten zu bekommen und die Sprachkenntnisse zu erweitern.

Da es in Spanien keine Studentenwohnheime gibt musste ich mich so schnell wie möglich darum kümmern eine Bleibe zu finden. Für die ersten Tage in Huelva, solange ich keine Wohnung hatte, wurde für mich ein Zimmer in einer Jugendherberge reserviert. Auf der Suche nach einer Wohnung bin ich mit einem spanischen Studenten in Kontakt gekommen mit dem dann auch eine Wohnung gemietet wurde. Später kam noch ein weiterer Spanier hinzu. Um die Kultur des Gastlandes, die Leute und die Umgebung kennenzulernen sicher keine schlechte Sache. Durch meinen Mitbewohner bekam ich auch die Möglichkeit Weihnachten und Silvester mit einer spanischen Familie zu verbringen. Neben der Wohnungssuche mussten noch einige organisatorische Angelegenheiten an der Uni geklärt werden, wie zum Beispiel die Belegung der Kurse und den Studentenausweis der Uni.

Ich hatte einige Kurse belegt die in Englisch gehalten wurden, an denen jedoch wenige Spanier teilnahmen und selbstverständlich welche in Spanisch. Dazu kam noch ein spanischer Sprachkurs an 2 Tagen in der Woche. Die notwendigen Arbeitsmaterialien bekam man entweder in den Kursen, als Download im Internet oder es gab Kopiensätze die man in der „Copistería“ kaufen konnte. Auf diese Weise waren alle notwendigen Arbeitsmaterialien für alle Studenten verfügbar. Ähnlich wie an deutschen Fachhochschulen gab es in den Kursen theoretische und praktische Abschnitte. Die Dozenten waren alle sehr nett und es war eine tolle Atmosphäre in den Kursen. Man konnte sich jederzeit in fachlichen Dingen an sie wenden, einige waren auch Ansprechpartner für organisatorische Angelegenheiten.

Während des ganzen Aufenthaltes in Huelva gab es eine sehr gute Betreuung durch das Amt für internationale Beziehungen, sie informierten einen ständig über Aktivitäten, halfen dabei Probleme zu lösen und organisierten Ausflüge und Partys für uns Erasmus-Studenten. Dadurch fühlte man sich wirklich gut aufgehoben. Durch den Status Erasmus-Student kam man mit vielen weiteren ausländischen Studenten in Kontakt, mit denen man auch außerhalb der Uni viel unternahm. Diese kamen größtenteils aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien aber auch eine Reihe weiterer Nationen waren vertreten.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine schöne Zeit in Spanien für mich war. Ich habe neue Erfahrungen gemacht, tolle Leute kennengelernt und das Land so erlebt wie es ist und nicht als Tourist. Gern hätte ich ein weiteres Semester dort verbracht nur leider war es schlecht mit meinem Studium zu vereinbaren. Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, das ich nicht missen möchte.

Doreen Lange (Finnland)

Finnischen Erfahrungen an der Kajaani Polytechnik

Doreen Lange studiert seit September 2003 an der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg Betriebswirtschaftslehre. Im letzten Sommer stand das Praxis-Semester vor ihr.

Ich bin seit einigen Jahren ein Fan von Skandinavien und entschloss mich daher an die Kajaani Polytechnik nach Finnland zu gehen.

Kajaani liegt ca. 600 km nördlich von Helsinki direkt am Oulu-See, der fünf mal größer ist als der Bodensee. Mit ihren 36.000 Einwohnern ist Kajaani die Hauptstadt der Provinz Kainuun.

Erreichen kann man Kajaani ganz einfach mit dem Flugzeug, der Bahn, dem Bus oder mit dem Auto.

In Finnland leben auf einer Gesamtfläche von 338 000km² nur 5,2 Millionen Einwohner das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 15,5 Einwohnern je Quadratkilometer.

Es gibt in Finnland genau 187.888 Seen. Etwa drei Viertel des Landes besteht aus , ein Drittel sind Moore.

In Süd- und Mittelfinnland sind trotz intensiver Bejagung weit verbreitet. Der Bestand wird auf etwa 120.000 Tiere geschätzt. In Nordfinnland wird Rentierzucht betrieben, weshalb dort zahlreiche domestizierte, aber frei lebende anzutreffen sind.

Das finnische Klima wird durch die Ostsee, den und das gegenüber Mitteleuropa trockenere beeinflusst. Dadurch liegt die jährliche Durchschnittstemperatur um 5-10° C höher als in anderen Gebieten dieser Breitenlage, bei sehr kalten Wintern und vergleichsweise heißen Sommern.

Finnland fand ich also schon sehr abenteuerlich. Das Land der Tausend Seen, der Polarlichter, des Weihnachtsmannes und der PISA-Studie Nummer EINS.

So war der Ansturm an deutschen Studenten in Kajaani im letzten Jahr höher als je zuvor. Von insgesamt 45 internationalen Studenten belief sich die Zahl der Deutschen auf 30 Studierende. International waren wir jedoch mit unseren Kanadiern, Chinesen, Italienern, Letten und Österreichern, unserem Franzosen, Waliser und unserer Griechin allemal.

Die Unterbringung im „Students Village“, das direkt auf dem Campus gelegen war, wurde sofort mit der Anmeldung bei der Kajaani Polytechnik vom International Office, das dem akademischen Auslandsamt entspricht, automatisch geregelt.

Die Exchange Students wohnten zusammen in Apartments für jeweils 4 Personen. Die Sauna und der Gemeinschaftsraum befanden sich ebenfalls direkt im Students Village. Wer etwas Abstand benötigte, um einen klaren Kopf für das Studium zu bekommen, der brauchte nur ein paar Schritte zu gehen, denn um das Students Village herum gab es eine wundervolle Natur. In klaren Nächten konnte man dort sogar Polarlichter sehen.

Zu den Vorlesungen benötigte man nicht einmal 5 Minuten zu Fuß von seiner WG, denn alle Gebäude auf dem Campus konnten bequem mit kurzen Wegen erreicht werden.

Die Kajaani Polytechnik gliedert sich in die Bereiche School of Business, School of Tourism, School of Health and Sports und School of Engineering. Die Lehrveranstaltungen fanden in Englisch statt.

Neben den Wirtschaftswissenschaften konnten auch Fächer vom Fachbereich Tourismus belegt werden. So konnte man das Studium interessant, abwechslungsreich und vielseitig gestalten.

Die technische Ausstattung sowie die Bibliothek sind sehr gut und umfangreich. Dies hat das Arbeiten erheblich erleichtert. Zu tun hatte man trotzdem jede Menge. Doch trotz der regelmäßige Präsentationen, Homeassignments und Essays fand man noch genügend Zeit, um sich „Land und Leute“ anzuschauen.

Das Students Office organisierte regelmäßig Veranstaltungen für die Studenten und besonders für die Exchange-Students, um den Zusammenhalt derer zu verstärken, aber auch um diese den finnischen Studenten näher zu  bringen.

So wurde gleich in den ersten Tagen zum finnischen Abend in einem Lappen-Tippi zu Würstchen, Kaffee und lustigen Spielchen geladen. Weiter ging es dann mit dem ersten Sauna-Besuch und einer verrückten Semester-Eröffnungsparty, die den Namen „FUXI-Fest“ trug.

Weiterhin wurde von der Kajaani Polytechnik ein großer Semester-Ball organisiert. Bei diesem großen Ereignis wurde an alles gedacht; empfangen wurde jeder vom Präsidenten, zu  Live-Musik wurde klassisch getanzt und die Wahl des besten Tanzpaares vollzogen und ein Buffet mit allen landestypischen Spezialitäten lud zum probieren ein.

Die Mietkosten betragen ca. 230€ pro Monat und mit einem Mensa Preis von 2,35€ muss pro Monat ungefähr mit 500€ bis 700€ gerechnet werden , die zur Verfügung stehen sollten. Die Kosten für die Lebensmittel sind in Finnland schon durch die höhere Mehrwertsteuer ein wenig höher als in Deutschland. Gerade beim Ausgehen wird man spätestens merken, das das Leben kostspieliger ist, ein kleines Bier kostet durchschnittlich 4,50€!

Unterstützung gibt es vom Bafög-Amt in Halle(Saale) und vom Socrates-ERASMUS Programm.

Empfehlen würde ich, ein Konto bei einer finnischen Bank zu eröffnen, denn zu jeder Barabhebung muss man je nach deutscher Bank mit einer Bearbeitungsgebühr rechnen, die man sich so sparen kann.

Auf der anderen Seite gibt es dann wieder kostengünstigere Vorteile zum Beispiel für das Reisen.

Jede Menge Spaß kann man in Kajaani natürlich auch haben. So laden gleich vier Klubs auf einer Straße zu Partys und Live-Musik ein. Außerdem gibt es in Kajaani und in der Umgebung von Vuokatti jede Menge Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten. Eine tolle Gegend zum Wandern und Skifahren. Für Langläufer ein Paradies mit kilometerlangen Loipen, aber auch für Down-Hill-Fahrer ein Erlebnis.

In Kajaani gibt es auf jeden Fall eine Menge netter Studenten und eine tolle Kajaani Polytechnik, die sich auch sicher auf neue Austausch-Studenten von der Fachhochschule Lausitz in der nächsten Zeit freuen würden.

…viel Spaß beim Selbstausprobieren!!!

Rebecca Zimmermann (Irland)

Mein Aufenthalt in Letterkenny, Irland


Hallo! Mein Name ist Rebecca Zimmermann und ich studiere Betriebswirtschaftslehre an der FHL. Im Jahr 2006 beschloss ich noch einige Zeit im Ausland zu verbringen, da mich andere Länder und Kulturen begeistern. Ich war bereits im Jahr 2000 für 10 Monate im Rahmen eines Schüleraustauschs in den USA. Da mich erneut das Auslandsfieber packte, informierte ich mich beim Auslandsamt über die Möglichkeiten. Die Wahl fiel dann schnell auf Irland, da mich dieses Land schon lange begeistert. Die Organisation hat seitens der FHL ziemlich zügig funktioniert und auch die Programmteilnahme war recht schnell gesichert. Ich bin dann im August 2006 mit dem Auto nach Irland gefahren. Die Zeit vor Studienbeginn kann man sehr gut nutzen, um Land und Leute kennen zu lernen. Ein Auslandsaufenthalt ist sinnvoll, wenn er über einen längeren Zeitraum erfolgt. Es erfordert jedoch beim Erasmus-Programm sehr viel Eigeninitiative, da man sonst unter den Erasmusstudenten untergehen und sich wenig integrieren kann. Bei Irland ist zu beachten, dass die irischen Studenten sehr jung sind und der Vorlesungs- und Seminarstil wenig wie in Deutschland ist. Es erfolgen kaum Diskussionen und somit auch wenig Austausch mit den Kommilitonen. Da ist man dann als Student selbst gefragt. Ich habe bei der Studentenzeitung mitgemacht und am Tandemprogramm teilgenommen. Das Tandemprogramm ist ein Programm, bei dem die irischen Studenten eine Fremdsprache vertiefen wollen. Ich habe mich dann jede Woche mit meiner Kommilitonin getroffen. Sie hat Deutsch gesprochen und ich Englisch. Des Weiteren hat die Hochschule Ausflüge organisiert, die uns das Land sehr kostengünstig gezeigt haben. So ging es dann wochenweise immer zu anderen Zielen. Besonders schön war der Ausflug zum Giant´s Causeway und in die Destillerie Bushmills. Erasmus ist ein schönes Programm, welches eine sehr gute Unterstützung bei Auslandsaufenthalten bietet. Die finanzielle Unterstützung empfand ich als sehr positiv, da ich gar nicht damit gerechnet habe.

Sabine Hoffert (Polen)

Auslandspraktikum in Krosno Odrzanskie - POLEN

Ich, Studentin der Fachhochschule Lausitz (FHL), habe im 5. Semester meines Studiums im Bereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik (SA/SP),  mein Auslandspraktikum in Polen absolviert. Genauer gesagt, habe ich das Praktikum in Krosno Odrzanskie, ca. 30 km vor Zielona Gora, an einem öffentlichen Gymnasium (Gimnazjum) abgeleistet. Ich war dort im Bereich der Schulpädagogik (in Deutschland der Schulsozialarbeit) tätig.

Meine Motivation das Praktikum in Polen zu machen, war, dass ich das Land, die Sprache besser sprechen und das Alltagsleben bzw. die Kultur kennen lernen wollte. Außerdem wollte ich einen Einblick im Bereich der Schulpädagogik in Polen bekommen.

Das Gymnasium, indem ich das Praktikum absolvierte, heißt Gimnazjum im.Henryk Brodatego. Die Anfänge der Schule begannen am 01.09.1999 bzw. mit dem Schuljahr 1999/2000, denn seit dem existiert erst der eigene Schultyp der Sekundarstufe I, das dreijährige Gymnasium (Gimnazjum). Auf das Gymnasium gehen 600 Schüler, im Alter von 13 bis 16 Jahren,  und 43 Lehrer sorgen für den entsprechenden Unterricht. Außerdem befanden sich noch diverse andere Berufsgruppen an der Schule. Die Wichtigste für mich natürlich, die Schulpädagogin.  

Die Schulpädagogin ist für Bereiche zuständig, wie Berufsberatung, Konfliktlösung in den Klassen, mit einzelnen Schülern oder mit Lehrern, Elterngespräche, Hilfestellungen geben bei sozialen Probleme und Schüler in notwendige Institutionen zu vermitteln, wie z.B. die psychologisch-pädagogische Beratungsstelle.

In der gesamten Zeit habe ich die Schulpädagogin begleitet und mir ein Bild über die Tätigkeiten einer Schulpädagogin machen können.

Zum größtenteils meiner Aufgaben in dem gesamten Praktikum gehörte aber die Betreuung im Hort (Swietlica). Dort war ich, wenn die Schüler Freistunden hatten oder noch auf den Bus gewartet haben. Meine Aufgaben waren dort, die Schüler zu beschäftigen indem ich mit ihnen Brettspiele bzw. Karten gespielt oder mit jüngeren Schülern gebastelt oder gemalt habe. Die Arbeit an der Schule hat Spaß gemacht, auch nach anfänglichen Schwierigkeiten.

Das gesamte Praktikum in Polen war eine interessante Erfahrung für mich und natürlich auch eine große Herausforderung. Schon alleine durch die fehlenden Sprachkenntnisse, da ich der polnischen Sprache zuvor nicht wirklich mächtig war.

Das Wörterbuch war zu Anfang ein ständiger Begleiter und nicht wegzudenken.

Auch die Schüler waren mir gegenüber sehr aufgeschlossen und wollten viel über mich und meine Heimat Deutschland wissen. Deshalb kam es auch oft vor, dass meine Anwesenheit im Deutschunterricht gefragt war.

In der Zeit sind ebenso Kontakte oder Freundschaften zu Studenten entstanden, die mit mir in einem Studentenwohnheim gewohnt haben. Man ist öfter mal in Kneipen gegangen, was Jugendliche dort häufig machen, oder ich wurde auch zu Studentenpartys mit genommen. Bei Studenten war ich als Person und meine Heimat immer ein Thema.

Die Polen sind ja für ihre Gastfreundschaft bekannt und dies kann ich nur bestätigen. Ich wurde eigentlich immer mit offenen Armen empfangen und die Leute haben mir viel geholfen und mich unterstützt.  

Das Leben an sich ist nicht viel anders als in Deutschland. Ich konnte keine großen Unterschiede feststellen, nur das sie dort alles ruhiger angehen lassen.

Es war alles eine Erfahrung wert!

Alleine in einem Land zu sein, wo man die Sprache nicht besonders gut beherrscht und man wirklich dadurch auch an seine Grenzen stoßen kann.

Ich habe gelernt, dass man vieles schaffen kann, wenn man nicht aufgibt und mehr oder weniger auf sich alleine gestellt ist. Man lernt viel über sich selber und kann sich ausprobieren. Ich bereue nichts! *smile*

Wenn man die Chance hat in ein anderes Land zu gehen, dann sollte man diese nutzen.

Susanne Geier und Christian Löschen (Ungarn)

Ein Studienaufenthalt in Budapest

Wir, zwei Studierende der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg, verbrachten das zurückliegende Semester im schönen Budapest in Ungarn. Christian Löschen (26), Student der  Studienrichtung Technische Informatik im Diplomstudiengang Informatik, hatte im fünften Semester ein Pflichtpraktikum von 19 Wochen zu absolvieren. Für mich, Susanne Geier (25), Studentin des Bachelor-Studienganges Technische Informatik und Kommunikationstechnik, war das zurückliegende Halbjahr das 3. Fachsemester.

Die Idee ins Ausland zu gehen, entstand schon sehr früh in unserem Studium. Nicht nur unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt wollten wir verbessern. Auch Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen, Nationalitäten und einer fremden Sprache zu sammeln, war uns wichtig. Christian fand seinen Praktikumsplatz bei der ungarischen Firma BalaBit IT Security über den Internetauftritt der „CeBIT 2005“. Eine Initiativbewerbung brachte prompt den gewünschten Erfolg, und einem Praktikum in Budapest stand nichts mehr im Wege. Ich suchte eine Hochschule, an der ich Vorlesungen in deutscher und englischer Sprache besuchen konnte, und fand die Budapest University of Technology and Economics ebenfalls über das Internet. Durch Hilfe vom Akademischen Auslandsamt meiner Fachhochschule konnte auch ich einen Anmeldungserfolg verbuchen.

Beispielhafte Unterstützung

Schnell waren alle Formalitäten erledigt. Am 3. August 2005 war es dann soweit: wir saßen im Flieger nach Ungarn. Noch waren Semesterferien, so dass wir in aller Ruhe Land und Leute kennen lernen konnten. Unter anderem besuchten wir in der zweiten Woche das „Sziget-Festival“ – eines der größten Musik-Festivals in Europa. Am 12. September wurde es dann ernst. Während ich nun eine von 20.000 Studierenden an der Universität war, machte sich Christian auf den Weg zur Softwarefirma BalaBit IT Security. Dort wurde ihm die Aufgabe übertragen, das Testsystem für Produkte des Hauses zu erneuern. Das Arbeitsklima, wie es Christian hier vorfand, ist in Deutschland selten (oder vielleicht gar nicht mehr) zu finden. Hilfe konnte er von allen Kollegen erhalten, und das ohne Vorurteile oder sonstige Probleme. Er wurde in der Firma als vollwertiger Mitarbeiter aufgenommen, was auch durch die von der Firma organisierte Good-Bye-Party deutlich wurde. Auch die Hilfe anderer Studenten an der Universität ist für mich beispielhaft gewesen. Die Studenten in Budapest sind äußerst motiviert, das Bildungsniveau deutlich höher und der Lernerfolg auch klar zu spüren. Studentenpartys unter der Woche, Fernbleiben von Vorlesungen und das Plaudern in Vorlesungen sind nur unter Austauschstudenten üblich.

Begeistert von der Universität

Die älteren Professoren sind meist ein wenig solide und streng, die jüngeren Lehrkräfte hingegen sehr aufgeschlossen, aber trotzdem bestimmend. Ich habe an der Uni fünf Fächer belegt und war durchweg sehr begeistert. In einer Vorbereitungswoche wurden alle Austauschstudenten mit den wichtigsten Dingen vertraut gemacht. Durch das Erasmus-Büro wurden von jungen Studenten ein- oder mehrtägige Ausflüge, Themenfeiern und Pub-Evenings für die Austauschstudenten organisiert. Sprachlich sind wir mit Englisch und Deutsch sehr gut zurechtgekommen. Nur wenige Ungarn können keine Fremdsprachen. Allerdings wird es auch hier hoch geachtet, wenn man ein paar ungarische Floskeln anwenden kann. An der Universität werden kostenlose Ungarisch-Sprachkurse angeboten.

Inzwischen sind wir wieder in der Heimat. Jeden Tag denken wir an die schöne, unbeschwerte Zeit in Budapest zurück, schwelgen in Erinnerungen an die Budapester Sehenswürdigkeiten, das ungarische Essen, an die vielen netten Leute die wir zurücklassen mussten. Gerne werden wir immer wieder nach Budapest zurückkehren, auch um Christians Kollegen zu besuchen. Finanziert haben wir unseren Auslandsaufenthalt durch Bafög, Stipendien und unser Kindergeld. Christian erhielt ein Stipendium der Leonardo-Stiftung Brandenburg, Susanne ein Free-Mover-Stipendium vom Akademischen Auslandsamt. Ungarn ist im Vergleich zu Deutschland sehr preiswert.

Susanne Geier, Studentin der Technischen Informatik und Kommunikationstechnik

Christian Löschen, Student der Informatik, Studienrichtung Technische Informatik

Ulrike Fischer und Marion Franke (Spanien)

Ein Auslandssemester an der Universitat de Lleida

Im Sommersemester 2004 nutzten Ulrike Fischer und Marion Franke aus dem Fachbereich Sozialwesen die Möglichkeiten des Erasmus-Programms, um an einer Partnerhochschschule der FH Lausitz, der Universitat de Lleida im spanischen Lérida, zu studieren. In ihrem Auslandsbericht schreiben sie:

Studienbedingungen

Wie man auf der Homepage der Uni Lleida erfahren kann, werden viele verschiedene Studienrichtungen angeboten. Aufgrund dieser Tatsache gibt es auch unterschiedliche Fakultäten, die in der Stadt verteilt sind. Wir beide studierten auf Caparella. Da dieser Campus etwas außerhalb der Stadt gelegen ist, sind Studenten auf den öffentlichen Bus (der einmal in der Stunde fährt) oder  ein Auto angewiesen.

Positiv zu bewerten ist die Barrierfreiheit (Absenkungen und Fahrstühle), auf die in fast allen Gebäuden geachtet wurde. Nahezu alle Fakultäten verfügen über eine eigene Bibliothek, einschließlich Computern mit Internetzugang und einen PC-Pool. Unangenehm empfanden wir den  Zigarettenrauch, der immer und überall in der Luft lag. Die Arbeitsflächen für die Studenten an der Uni sind recht eng gehalten.  Eine kleine Schreibfläche ist  direkt am Stuhl befestigt.

Betreuung

Bereits bei unseren Vorbereitungen in Deutschland sind wir per E-Mail einem sehr, sehr engagierten und freundlichen Auslandskoordinator, Joan Carles Mercader, begegnet. Da er mehrere Sprachen  beherrscht, kommunizierten wir zu Beginn auf Englisch miteinander. Dies erleichterte uns den Kontakt untereinander. Hinsichtlich der Organisation hatte er immer alles im Griff. Auch vor Ort bietet Joan Carles den  Auslandsstudenten immer seine Unterstützung an und  steht den Studenten somit bei jeglichen Problemen hilfreich zur Seite. So unterstützte er uns zum Beispiel bei der anfänglichen Wohnungssuche.

Während unseres Aufenthaltes teilte uns das Auslandsamt per E-mail stets aktuelle Informationen (zum Beispiel kulturelle Angebote in Lérida) mit.

Probleme 

Eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit stellte die Sprache dar. Obwohl wir wussten, dass in Lérida, einer Provinz Kataloniens, nicht nur Spanisch, sondern auch Katalan gesprochen wird, war uns nicht in dem Maße klar, in welchem Umfang zweitere Sprache lebt. Heute wissen wir, dass in Lérida nicht nur Katalan, sondern zum Teil manchmal auch Spanisch gesprochen wird.

Jener Aspekt erschwerte uns die Kommunikation in vielen Bereichen, besonders die aktive Teilnahme an den Geschehnissen der Universität. Wer denkt, dass alle Spanier “Feuer im Blut” haben, offen und warmherzig sind, hat sich getäuscht. Die Katalanen haben eine andere Mentalität. Obwohl wir auf hilfsbereite Menschen trafen, wirken diese dennoch immer etwas reserviert, verschlossen und kühl.

Studium

Der Aspekt, dass alle Vorlesungen in Katalan gehalten wurden, erschwerte es uns, neues Wissen zu erwerben.

Ein ganz besonderer Tag war jener, als wir mit einem Kurs nach Barcelona fuhren und wir eine Führung durch einen architektonisch besoders interessanten Stadtteil erhielten.

Insbesondere in der zweiten Hälte unseres Semesters in Spanien, stellten wir uns die Aufgabe, soziale Einrichtungen in Lérida zu besuchen. Dafür fertigten wir zuvor einen Fragebogen an und hielten anschließend die Antworten unserer Interviewpartner in tabellarischer Form fest. Die auf CD gebrannten Ergebnisse stellen wir den Studenten der Fahhochschule zur Verfügung. Damit möchten wir motivieren, ein Auslandssemester, gegebenenfalls ein Praxissemester, in Ansruch zu nehmen.

Fazit

Eins steht fest, das Semester lief vollkommen anders als geplant.

Wir wollten ein paar Vorlesungen sowie soziale Einrichtungen besuchen; gegebenenfalls zum Beispiel methodische Ansätze aus Spanien für die soziale Arbeit kennenlernen. Da sich aber kein Profesor ernsthaft für uns interessiert hat, war es gar nicht so einfach unsere Vorsätze zu realisieren.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass  sich unser Auslandssemster in Spanien dennoch gelohnt hat, weil man zum Einen auch eine ganze Menge fürs Leben gelernt hat: eine neue Sprache; gelernt, sich durchzuboxen; Grenzen kennengelernt; einer anderen Mentalität begegnet ist; über uns selbst (eigene Einstellungen/Werte/ was man will und nicht) haben wir auch nicht wenig erfahren.

Wir empfehlen interessierten Studenten, über unsere Partner-Uni ein Praktikum in Lérida zu absolvieren. Schließlich ist Katalonien ein Land mit vielen interessanten Traditionen: vom Essen bis in den Sportbereich (zum Beispiel der Sardana-Tanz). Wer die Möglichkeit hat,  Katalonien einmal kennenzulernen, sollte dies auf jeden Fall  nutzen. Jedoch möchten wir hier betonen, dass es nicht der optimale Ort ist, um Spanisch zu lernen oder zu verbessern.

Maria Agneszhka aus Polen (Hochschule Lausitz)

„Ich habe viel von den anderen Kulturen gelernt…“

Ich bin an die Fachhochschule Lausitz zum Studiengang Architektur  als Erasmus-Studentin für das Sommersemester gekommen.

Der Abschied von Polen war sehr schwer für mich, weil ich meine Familie und gute Freunde in der Heimat zurückgelassen habe.

Die ersten zwei Wochen musste ich mich an die neue Stadt und die neuen Umstände  gewöhnen. Die deutschen Leute fand ich sehr nett

Am Anfang konnte ich mit den Anderen nicht gut kommunizieren, aber später hatte ich keine Scheu mehr, Deutsch zu sprechen, wenn auch zunächst mit manchen Fehlern.  Ich freue mich sehr, dass ich nach drei Monaten sehr gute Fortschritte bei der deutschen Sprache gemacht habe.

Wenn ich nach Polen zurückkomme, will ich die Sprache weiter lernen und die Deutschprüfung bestehen.

Ich habe auch viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennengelernt und über andere Kulturen gesprochen. Darunter waren spanische, bulgarische, serbische, vietnamesische und französische Freunde.

Wir waren gemeinsam in Weimar, in Berlin, in Dresden und in Prag.

Die letzte Reise zur Reiterhof war für mich die Schönste! Auf Pferden reiten -  ich habe das niemals früher probiert und jetzt finde ich es sehr angenehm.

Die multikulturelles Festival „Cottbus Open“ war auch sehr interessant: viel Musik, Leute und Essen aus verschiedenen Ländern.

Mein Studium hier war sehr interessant. Ich konnte meine Fächer bei der Architektur selber wählen und das Master Projekt mit  Professor Fein vorbereiten.

Die Vorzüge von Lausitz University of Applied Sciences sind: nicht zu viele Studenten, sehr guter Kontakt mit den Professoren, gute Ausstattung der Bibliothek, Ateliers für Studenten, schöne Wohnheime! Das alles auf einem sehr angenehmen Campus mit vielen grünen Flächen.

Ich habe hier eine sehr gute Zeit gehabt, mit vielen netten Leuten. Ich bin sehr froh, dass ich viel gelernt habe und kann mit guten Erfahrungen zurück nach Polen fahren.

Agnieszka Maria, Wielgosz

 Erasmus-Studentin aus Polen

Aleksandra Suchowska aus Polen (Hochschule Lausitz)

Nach dem dritten Jahr des Architekturstudiums an der Polytechnika Wrocławska in Polen entschied ich mich, etwas Neues zu erleben. Die Folge dieses Entschlusses war meine Teilnahme an dem studentischen Programm Sokrates – Erasmus und das einjährige Stipendium an der Fachhochschule Lausitz in Cottbus.Den ersten Zeitraum des Aufenthaltes in Cottbus betrachtete ich als Erkenntniszeitraum. Damals habe ich neue internationale Bekannte und Freunde gefunden. In dieser Zeit wurde ich in das Atelier, den Arbeitsplatz der Studenten der Architektur, eingeladen. Mehrere Partys, die durch die Hochschule organisiert wurden, erleichtern mir die Integration in die neue Umgebung. Ich wohnte auch im Wohnheim, das im Campus gelegen ist. Nach der Einführungsperiode begann die Zeit, in der ich das Schulungssystem und die Hochschule kennenlernte. Während dieses Zeitraums habe ich bemerkt, dass Architektur in anderer Art und Weise betrachtet werden kann. Trotzt der Arbeit an einer geringerer Zahl von Projekten, habe ich Werke mit höherer Qualität geschaffen. Im Atelier wurden meine Arbeiten mit den Stellungnahmen der Studienkollegen konfrontiert. Die zusätzlichen Vorlesungen, Symposien, Arbeitsgemeinschaften und Ausflüge, die von der Lehrstuhl Architektur organisiert wurden, haben meine freie Zeit erfüllt. Der ständige Kontakt zur architektonischen Umgebung hatte zur Folge, dass Architektur meine Leidenschaft wurde.Während des Aufenthalts in Cottbus habe ich an drei architektonischen Arbeitsgemeinschaften teilgenommen.

Die erste Arbeitsgemeinschaft wurde von der IBA „Fürst-Pückler-Land“ im Rahmen des Projekts RECULA organisiert. Die zweite internationale Arbeitsgemeinschaft hat in Gliwice stattgefunden, bei der ich auch durch die IBA und die Polytechnika Śląska in Gliwice gefördert wurde. Die dritte internationale Arbeitsgemeinschaft wurde am Lehrstuhl der Architektur an der Polytechnika Wrocławska organisiert. Deren Teilnehmer  waren auch Studenten der FH Kaiserslautern.Während des zweiten Semesters habe ich zwei Architektur- Praktika absolviert: das erste Praktikum im Büro „Hampel, Kotzur und Kollegen – Architektenbüro”, das zweite im Büro „Architekten + Ingenieure Ulrich Sasse”.Am Ende des Schuljahres habe ich mich entschieden, die doppelte polnisch – deutsche Diplomarbeit vorzubereiten. Das Gebiet meines Projektes befindet sich in Cottbus, zwischen dem Ostrower Platz und der Spree. Herr Prof. Karl Plastrotmann ist mein Betreuer an der deutschen Hochschule, an der polnischen Hochschule ist es Herr Dr. Andrzej Poniewierka.Neben der Architektur hatte ich die Möglichkeit, meine Kenntnis der Fremdsprachen zu verbessern und die Kultur, Bräuche und Mentalität der anderen europäischen Staaten besser kennenzulernen. Die in Cottbus verbrachte Zeit im Rahmen des Sokrates–Erasmus Programms hat es mir ermöglicht, über den Rahmen einer Hochschule hinauszudenken.

Antonio Luque Aranda aus Spanien (Hochschule Lausitz)

Es ist ungefähr drei Jahre her, als ich zum ersten Mal nach Cottbus kam. Es war damals alles neu für mich. Für zwei Semester wurde ich an der FH Lausitz als Erasmus-Student immatrikuliert. Für mich war es eine große Chance, hierher zu kommen und all diese Erfahrungen zu machen. Deshalb wollte ich noch mal etwas Ähnliches erleben, aber diesmal, um berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Nach dem Ende des Erasmus-Stipendiums war ich nach Spanien zurückgegangen, um dort weiter an der Uni Granada zu studieren. Lange Zeit brauchte ich, um mich wieder an die spanischen Verhältnisse zu gewöhnen. Es war nicht einfach für mich, zuhause zu sein und bald entschied ich mich, noch an einem anderen Austausch-Programm teilzunehmen. Wichtig war für mich, ein anderes Land und eine fremde Kultur kennen zu lernen, aber ich war noch unsicher, welches mein Zielland sein sollte. Schließlich bin ich für zwei Semester nach Kanada gegangen und habe dort mein Studium beendet. Als ich in Quebec war, habe ich mich für ein Praktikum über das Programm Leonardo Da Vinci der Europäische Union beworben. Ich fand ein Angebot in dem Architekturwerkstatt Cottbus für drei Monate. So bin ich im Mai wieder nach Cottbus eingekommen. Jetzt ist hier alles verändern. Alle Leute, die ich vor zwei Jahren kennen gelernt habe, waren nicht mehr da. Für mich war ohne sie alles seltsam. Im Laufe der Zeit habe ich mich aber bei der AWC besser gefühlt und fast alles verstanden. Ich habe mitgearbeitet an der Sanierung von Hauptgebäuden der BTU. Hier habe ich meine Fachkenntnissen anwenden und auch viele neue Sachen kennenlernen können, vor allem, wie die Architekturbüros in Deutschland organisiert sind.

Europa hat vor vielen Jahren die Austauschprogramme für die Studierenden gegründet. Ich finde, dass ist wirklich eine gute Gelegenheit für die neue europäische Generation. Wir können davon profitieren, um uns kennenzulernen und besser zu verstehen.

Ich bin der AWC Cottbus und dem Leonardo-Programm sehr dankbar für die Möglichkeit, wieder nach Cottbus kommen und alle diese Erfahrungen machen zu können. 

 

Francisco Jose Fernandez Torres aus Spanien (Hochschule Lausitz)

Abentteuer Cottbus

Als ich nach Deutschland kam, habe ich hier eine neue Kultur kennengelernt. Man könnte diese Situation wie einen Spielfilm betrachten. Man ist plötzlich in einem neuen Land mit einer Sprache, die nicht die Muttersprache ist, und muss trotzdem irgendwie „überleben“. Am ersten Tag auf der Straße in Cottbus konnte ich mit niemand Englisch sprechen. Nur im Campus war alles anderes. Es gab ausländische Studierende mit englischen Vorkenntnissen. Heute erinnere ich mich an diesem Tag und lache darüber, dass ich nur Englisch sprechen wollte, obwohl ich drei Jahre am Goethe-Institut  in Spanien Deutschkurse belegt hatte.

An den nächsten Tagen sah ich alles schon optimistischer. Die Erasmus- Studierenden haben die notwendigen Sachen mit Hilfe des International Office erledigt, so zum Beispiel die Bankkontoeinrichtung und die Registratur bei der  Stadtverwaltung. Wir haben mit Hilfe von Frau Sommer auch die Professoren kennen gelernt und die Fächer, die wir studieren wollten. Aber die besten Erfahrungen machte ich bei unserem Präsentationsabend, wo jeder Erasmus-Student seine Universität und sein Land vorstellte. In freundlicher Atmosphäre haben wir unsere ersten Kontakte mit den anderen Erasmus-Studierenden geknüpft. Das war das erste Glied in einer Veranstaltungskette. Nach diesem Tag haben wir uns noch viel Male in anderen von der Fachhochschule organisierten „Events“ getroffen. Am bestens gefiel mir der Tanzabend mit der „Trachtentanzgruppe Ströbitz“ in Cottbus. Dort haben wir viel Spaß gehabt. Ich habe nicht nur Annemarie-Polka getanzt, sondern auch den Männertanz (bei arabischer Hochzeit üblich) von den anderen arabischen Studierenden gelernt, viele nette deutschen Leute kennen gelernt, und auch viele deutsche Spezialitäten gegessen z.B. Hackepeterbrötchen, die jetzt mein Lieblingsspeise geworden sind. Dank solcher Veranstaltungen haben wir uns langsam wohl gefüllt. Wenn Du mit den anderen auf Pferde geritten bist in Sielow, oder auf einem Kahn durch den Spreewald gefahren, oder die weltbekannte Stadt Weimar besuchtest…

Die lustigste Erfahrung habe ich auf einer kleinen Straße in Sachsendorf gemacht. Ich sollte dort eine Fassade für mein Referat im Fach Architektur ausmessen.  Es war Februar und das Wetter war so schlecht, dass ich eine schwarze Jacke, eine  schwarze Mütze und ein Halstuch bis zu den Augen gezogen hatte und aussah wie ein klassischer Räuber. Ich war unter den Balkonen der Fassade mit meinem Maßband beschäftigt, als plötzlich eine Frau  aus der oberen Etage rausschaute und sagte, dass ich entweder weggehe oder sie die Polizei anruft. Sie konnte nur meine Augen sehen, meinen Rucksack und das Maßband. Sie dachte, dass ich in ihre Wohnung klettern wollte. Es war wirklich eine sehr lustige Geschichte.

Neuigkeiten haben wir auch in den verschiedenen Unterrichtsstunden erfahren. Zum Beispiel, hier gibt es Deutschunterricht nicht nur für die ausländischen Studenten, sondern für Erasmus-Studierende extra, etwas das in Spanien nicht üblich ist. Der Hauptunterschied des Unterrichtssystems in Deutschland und in meinem Heimatland liegt in der Methodik. Hier gibt es ein Atelier für die Architekten, wo die Studenten nach den Vorlesungen zusammen arbeiten können. In Spanien geht man zu den Vorlesungen und danach muss man zu Hause arbeiten, egal ob mit einer Gruppe oder allein. Hier in Deutschland kannst Du die Professoren meistens in den Büros erreichen und bekommst Konsultationen. Meine Freunde in Spanien können mir das nicht glauben.

Zwei Semester an der FH Lausitz sind leider vorbei. Alles war so schnell, dass ich glaube, dass ich noch im Monat Oktober bin. Man sagt, dass die Zeit schneller läuft, wenn man sich nicht langweilt. 

Zum Schluss würde ich sagen, dass ich dieses Jahr an der FH Lausitz nicht vergessen werde und dass ich meinen Freunden in Spanien empfehle, dass sie an der Fachhochschule Lausitz ein Jahr als Erasmusstudenten verbringen sollten.

Gonzales Garcia Jesus aus Spanien (Hochschule Lausitz)

Hier fühlt man sich wie zu Hause

Seit September 2003 studiere ich,  Jesus Gonzalez Garcia, im Fachbereich Architektur/ Bauingenieurwesen/ Versorgungstechnik der FH Lausitz  in Cottbus Architektur. Ich komme von der spanischen Partnerhochschule - Universidad de Las Palmas de Gran Canaria.

Am Anfang war ich ein bisschen nervös. Ich hatte typische Fragen. Wo  werde ich leben?

Werde ich mich einfügen? Werde  ich hier in Deutschland neue Freunde finden?  Aber nach kurzer Zeit war alles geklärt. Ich kann nicht glauben, wie international es hier ist! Es gibt viele ausländische Studenten und viele sprechen Englisch. Da fühlt man sich gleich wie zu Hause.

Verglichen mit meiner Heimatuniversität, ist der größte Unterschied, dass wir hier viel mehr Arbeit in Gruppen tun. Die Klassen sind auch kleiner, so bekomme ich die Hilfe, die ich benötige. Ich schätze besonders die offenen und persönlichen Beziehungen zwischen den Studenten und den Professoren. Hier kommen 10 oder 15 Personen auf einen Professor. An meiner Uni ist das total anders. Da sind es 60 und mehr Studenten. Es ist wirklich gut, wenn ich mit dem Professor direkt sprechen kann, und wenn ich mein Projekt erklären kann.

Ich glaube, dass Cottbus etwas für jeden hat. Für mich ist es die Atmosphäre, ob an der Hochschule oder in der Stadt. Wenn ich Zeit habe, kann ich in eine Gaststätte oder zu verschiedenen Studentenaktivitäten gehen. Transport ist kein Problem. Hier sind viele gute Fahrradwege, so ist es leicht, herumzukommen. Eines der wertvollsten Dinge, die ich nach Spanien mitnehmen werde, ist die frische, neue Perspektive, die dieser Ort mir gegeben hat. Ich habe gelernt, kulturelle Unterschiede mehr zu schätzen, und ich habe gelernt, mich mit den Augen anderer zu sehen.

Jesus Gonsalez Garcia

Valentina Tsvetkova aus Bulgarien (Hochschule Lausitz)

Valentina Tsvetkova, Bulgarien, Erasmus-Studentin

Im Leben hinterlässt alles seine Spuren. Das Erasmus-Austauschprogramm ist so eine silberne Spur, auf der sich junge Leute von Land zu Land bewegen. Mein Weg führte mich von der Varnaer Freien Universität in Bulgarien, einer Universität, die fast am Strand des Schwarzen Meeres liegt, nach Cottbus, einer Stadt an der Grenze zwischen Deutschland und Polen. Ich will hier meine fast beendete Ausbildung in der Fachrichtung Sozialarbeit fortsetzen. An der Fachhochschule Lausitz fühlen wir uns alle mehr als gut. Viele Probleme wurden schnell gelöst. Wir haben professionelle Hilfe für unsere Studienpläne bekommen. Die Ausbildung hier ist sehr interessant. Die Referate von Studenten werden immer mit Hilfe von Multimedia präsentiert. Selbstverständlich besuchte ich interessante Veranstaltungen meiner Fachgebiete Sozialpsychologie und Pädagogik. Meine Entdeckungen hier aber waren Heil- und Rehapädagogik, wie auch Medienpädagogik. Alle Erasmus-Studenten haben außergewöhnliche Hilfe und freundliche Unterstützung vom Akademischen Auslandsamt bekommen. Die Fachhochschule Lausitz ist wirklich sehr lebendig. Mir passiert sehr oft, dass mein Weg vom einen Gebäude zum anderen mit schöner Musik des Fachbereiches Musikpädagogik begleitet wird.

Wir hatten gute Möglichkeiten, die Literatur und das Internet der Bibliothek zu nutzen. Die Stadt Cottbus ist nicht groß, aber mit guter Architektur im Zentrum, mit vielen Einkaufmöglichkeiten. Cottbus, finde ich, ist der ideale Platz für ein Studium.

Die FHL organisiert für die Sokrates-Studenten viele Reisen durch das Land, gibt uns die Gelegenheit, die deutsche Kultur kennen zu lernen. Im Vergleich zu anderen Städten können wir uns mit Studenten aller Nationalitäten treffen: Kamerun, Spanien, Italien, Indien, Polen usw. Ich persönlich habe viele Beziehungen aufgebaut sowie einen neuen Freundeskreis gewonnen. Deswegen habe ich entschieden, mein Studium hier im Wintersemester 2005 fortzusetzen. Ich will noch meine Deutschkenntnisse verbessern. Mein größter Wunsch ist natürlich, in Cottbus eine Spur zu hinterlassen.

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