Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli, Präsident der BTU Cottbus und Prof. Dr. Günter H. Schulz, Präsident der Hochschule Lausitz (FH), laden anlässlich der Gründung des David-Gilly-Instituts für Lehre, Forschung und Kommunikation im Bauwesen zu einem Pressegespräch ein.
Die gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung wurde auf Initiative von Professorinnen und Professoren beider Hochschulen entwickelt und durch die Präsidenten eingerichtet, um künftigen Studierenden des Bauingenieurwesens eine auf Neigung und Qualifikation abgestimmte, gemeinsam koordinierte, jedoch in den vermittelten Inhalten differenzierte Ausbildung an beiden Hochschulen in Cottbus anbieten zu können. Das damit verbundene innovative und bundesweit einzigartige Lehrkonzept wurde im vergangenen Jahr durch die Stiftung Mercator und die VolkswagenStiftung im Rahmen der Initiative «Bologna – Zukunft der Lehre» mit rund einer halben Millionen Euro gefördert.
Das David-Gilly-Institut hat die Aufgabe, ab dem Wintersemester 2011/12 die Lehrangebote beider Hochschulen im Bauingenieurwesen zu koordinieren und vorzubereiten.
Zudem werden unter dem Dach des David-Gilly-Instituts gemeinsame, hochschul-übergreifende, grundlagennahe wie anwendungsorientierte Forschungsaktivitäten sowie die Kommunikation und Förderung der Zusammenarbeit mit der regionalen Bauwirtschaft organisiert.
Hintergrund
Durch abgestimmte, teilweise gemeinsame Lehrveranstaltungen beider Einrichtungen werden Studierende beider Einrichtungen vom Anwendungsbezug der Fachhochschul-Ausbildung und von der Grundlagen- und Forschungsorientierung der universitären Ausbildung profitieren. Zudem wird künftig der Wechsel zwischen dem Bachelor of Science (B.Sc.) der Universität und dem Bachelor of Engineering (B.Eng.) der Fachhochschule bei entsprechender Eignung ohne große Zeitverluste möglich sein.
Das Studienkonzept im Bachelor-Bereich hat zwei Kernstücke - das so genannte "X-Modell" für die Vernetzung der Studienangebote und das Projektstudium: Der Begriff "X-Modell" resultiert aus der Studienstruktur, die von Immatrikulationen an der Universität oder an der Fachhochschule ausgeht. Während der Ausbildung gibt es einen gemeinsamen Studienteil und je nach Qualifikation schließen die Studierenden entweder mit dem B.Sc. der BTU Cottbus oder dem B.Eng. der Hochschule Lausitz ihr Studium ab. Mit diesem Lehrangebot wird das erfolgreiche Projektstudium, ein besonderes didaktisches, mehrfach ausgezeichnetes Konzept mit einer sehr gut betreuten, praxisnahen Ausbildung an beiden Hochschulen umgesetzt. Das Projektstudium wurde an der BTU bereits 2005 eingeführt, und hat, mit fächerübergreifenden Projekten in jedem Studiensemester, Alleinstellungscharakter für das Studium des Bauingenieurwesens in Deutschland.
Weitere Informationen
Dr. Marita Müller, Öffentlichkeitsarbeit der BTU Cottbus, Tel. (0355) 69-3206, presse[at]tu-cottbus.de
Ralf-Peter Witzmann, Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Lausitz, Tel. (3573) 85-283, presse[at]hs-lausitz.de