
Die Kinder des VDIni-Clubs "Lausitz" mit ihren Betreuern vor dem Heizkraftwerk Senftenberg.

Bei Experimenten zur Kohlestaubverbrennung. Fotos: VDIni-Club "Lausitz"
Acht VDIni-Kinder mit Begleitung trafen sich vor der modernen Industrieanlage im Ortsteil Brieske. Als Entdeckerziel galt es zu erforschen, wie die Kreisstadt mit Heizwärme und elektrischem Strom versorgt wird. Nach einer kleinen Einführung mit Experimenten zu Grundlagen der Kohlestaubverbrennung startete die Kraftwerksrundgang an der Kohlstaubannahme. Mehrere Fahrzeuge lieferten hier an diesem Samstagvormittag ihre Kohlestaubfracht an. Der Fahrer eines Lieferfahrzeuges erläuterte den Kindern, wie der Kohlestaub in die Silos gelangt. Vorbei am Holzhackschnitzel- und Klärschlammbunker ging es zum Verdunstungskühlsystem des Kraftwerkes. Den Kindern gelang es mit etwas Mut, sich selbst von der kühlen Wassertemperatur zu überzeugen.
Danach ging es in das hohe Kraftwerksgebäude. Der Lärmpegel stieg langsam und weckte bei den Kindern gleichzeitig das Interesse für das Kommende. Mit einem speziellen Gehörschutz ging es in den Raum des Blockheizkraftwerkes (BHKW), welches die Stadt Senftenberg mit elektrischem Strom versorgt. Auf Lichtgitterrosten, vorbei an einer unüberschaubaren Anzahl von Rohren und Leitungen entdeckten die Kinder kleine Öffnungen in der Kesselwand, wodurch alle die im Kesselraum rotgelb lodernde Heizflamme beobachten konnten.
Erkennbar waren auch die Rohrleitungen im Kesselraum, in denen der Heißdampf erzeugt wird, um später deren Heizenergie über mehrere Zwischenstationen zur Stadt Senftenberg zu leiten. Nun ging es sportlich weiter - über eine Wendeltreppe hinauf auf die in 44 Metern Höhe gelegene Kesseldecke. Der kurze Aufstieg forderte allen eine körperliche Fitness ab. Lohn war ein schöner Ausblick.
Nach einer kurzen Gewöhnungsphase an die Schwindel erregende Höhe der Kesseldecke folgte der Aufstieg zur noch höher gelegenen Decke des Kohlestaubsilos. Der frei tragende Treppenzugang an der Außenwand des Silos war ein weiteres Abenteuer für die Kinder und Betreuer. Mit einem beeindruckenden Blick auf das Lausitzer Seenland endete die erste VDIni-Endeckerreise des im Februar dieses Jahres an der Hochschule Lausitz gegründeten ersten VDIni-Clubs in Brandenburg.
Ins Leben gerufen wurde der Club durch den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) im Zusammenwirken mit der Hochschule. Der VDIni-Club Lausitz ermöglicht Kindern der dritten bis sechsten Klassen, spielerisch die technische und naturwissenschaftliche Welt zu erkunden.
Ingenieurberufe sind vielseitig, und Ingenieure sind heute auf dem Arbeitsmarkt gefragter denn je. Deshalb setzt der Verein Deutscher Ingenieure auf die Frühförderung des Nachwuchses und gründete den VDIni-Club, um Kinder für Technik zu interessieren. Die ehrenamtlich agierenden Länderclubs sind durch lokale Clubs untersetzt. Informationen unter www.hs-lausitz.de/schueler/vdini-club-lausitz.html und unter www.vdini.de.
Weitere Informationen:
Dr. Steffen Gnoth
Hochschule Lausitz (FH)
Fachbereich Architektur/ Bauingenieurwesen / Versorgungstechnik
Tel: 0355 5818-833
E-Mail: Steffen.Gnoth
HS-Lausitz.de