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Internationale Weihnachtsbräuche an der Hochschule Lausitz

22.12.2009
Kategorie: Öffentlichkeitsarbeit, Pressemitteilungen

Im Rahmen eines vorweihnachtlichen Abends versammelten sich die ausländischen Studierenden des Studienortes Cottbus der Hochschule Lausitz (FH) und einige ihrer deutschen Kommilitonen im studentischen Klub "Olga".

Impressionen von der vorweihnachtlichen Veranstaltung. Fotos: Marina Lewandrowski

Impressionen von der vorweihnachtlichen Veranstaltung. Fotos: Marina Lewandrowski

Das Thema des Abends „Wie feiert man Weihnachten in den Ländern, aus denen unsere ausländischen Studierenden kommen“ fand ein enormes Besucherinteresse. So konnte der im Studentenwohnheim in der Lipezker Straße befindliche Klub die vielen Teilnehmer kaum fassen.

In Spanien, so berichteten die ERASMUS-Studierenden aus Sevilla und Gran Canaria, wird der Advent nicht wie in Deutschland begangen. Die vier Kerzen, die nacheinander an den Adventssonntagen angezündet werden, kennt man dort nicht. In Spanien gibt es nur eine Vorweihnachtszeit, die ohne konkretes Datum beginnt, aber sie geht bis zu den Heiligen Drei Königen am 6. Januar. Dann bekommen die Kinder morgens ihre Geschenke.

Zum Heiligabend in Polen, woher der größte Teil ausländischen Studierenden der Hochschule Lausitz am Standort Cottbus kommt, gehören die Weihnachtsoblaten. Das sind große eckige Backoblaten, meist mit einem aufgeprägten Bild. Die Familienmitglieder teilen während des Familienessens ihre Weihnachtsoblaten und wünschen sich „Frohe Weihnachten!“ Es ist eine Geste der Liebe und Versöhnung.

In Russland, so erzählten die Studierenden vom Fachbereich Musikpädagogik, fällt das Weihnachtsfest nach dem Julianischen Kalender nicht auf den 25. Dezember, sondern auf den 7. Januar. Nikolaus wurde durch Väterchen Frost, Djed Maros, ersetzt, der die Geschenke bringt. Seine Helferin ist Schneeflöckchen.

In Vietnam leben etwas sechs Millionen Katholiken, erzählte Hoa Do, Student des Studiengangs Bauingenieurwesen. Am Heiligabend besuchen die Christen die Mitternachtsmesse, danach gibt es ein Familienmahl. Auch der Nikolaus und der Weihnachtsbaum sind den vietnamesischen Christen vertraut. Außerdem stellen die Kinder an Heiligabend ihre Schuhe vor die Haustür, um darin am nächsten Morgen ihre Geschenke zu finden.

Der traditionelle Weihnachtsspaziergang im Schnee muss im südamerikanischen Brasilien, wie in allen von der Sonne verwöhnten Ländern, leider ausfallen, berichtete Giordano Bruno de Moraes do Nascimento, Student der Musikpädagogik aus Brasilien. Aber ein Nachmittag am Sandstrand unter Palmen, versüßt durch weihnachtliche Leckereien, hat auch seinen Reiz. Mit Musik aus dem Mittelalter trug der brasilianische Student zum Gelingen des  vorweihnachtlichen Abends bei. Nicht nur aufgrund der vielen internationale Spiele, Tänze und Lieder, sondern auch wegen der interessanten Informationen wurde die Veranstaltung sowohl für die internationalen als auch für die deutschen Teilnehmer zum Erlebnis.

„Wir wünschen allen internationalen Studierenden ein gemütliches Familienfest oder eine schöne Zusammenkunft mit Freunden, einen guten Start ins neue Jahr mit erfolgreichen Prüfungen, guter Gesundheit und kreativen Plänen“, erklärt Marina Lewandrowski vom Akademischen Auslandsamt der Hochschule Lausitz.

Marina Lewandrowski

Akademisches Auslandsamt

Hochschule Lausitz (FH)

Lipezker Str. 47

03048 Cottbus

Tel.: 0355 5818 287

E-Mail: mlewandr=at=fh-lausitz.de