
Die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Lausitz, Dr. Petra Schmidt-Wiborg (li), mit Heiner Scharschuh aus dem Masterstudiengang Naturstoffchemie, der das erste Babybegrüßungsgeld bekommt, und seinem Sohn Kilian. Foto: Witzmann
Der aus Dresden stammende Heiner Scharschuh lebt mit seiner im Babyurlaub befindlichen Freundin Jeannette Tucholke und dem im Herbst 2008 geborenen gemeinsamen Sohn Kilian in Senftenberg. Nachdem er im März 2009 sein Studium des Chemieingenieurwesens an der Hochschule Lausitz als Bachelor of Engineering abgeschlossen hatte, nutzte er gleich darauf die Möglichkeit, hier ein Studium im neuen Masterstudiengang Chemieingenieurwesen aufzunehmen.
„Ich freue mich sehr über das Babybegrüßungsgeld“, sagte Heiner Scharschuh bei einem Treffen mit der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule, Dr. Petra Schmidt-Wiborg. „Natürlich kommt es dem Kleinen zugute. Wahrscheinlich werden wir es für Kleidung oder Spielzeug verwenden. Wenn man während des Studiums eine Familie finanzieren muss, ist jede Unterstützung sehr willkommen.“
Es geht aber nicht nur um Geld. „Das Studium ist sicher eine der wichtigsten Lebensphasen, weil ein Studienabschluss die zukünftigen beruflichen Chancen sicherstellt. Genauso wichtig ist es, dass sich in diesen jungen Jahren die Persönlichkeit bildet. Wer für eine Familie sorgt, der gewinnt an Reife und Verantwortungsbewusstsein. Das möchten wir als familienfreundliche Hochschule gern unterstützen“, erläutert Dr. Petra Schmidt-Wiborg.
Das Babybegrüßungsgeld ist ein Baustein in den Bemühungen der Hochschule um die Vereinbarkeit von Familie und Studium. Weitere Angebote sind ebenfalls Schritt für Schritt eingeführt worden. So gibt es inzwischen Lehrbücher, die studierende Eltern länger als andere Studierende ausleihen können, damit sie keine Probleme bei der Betreuung von Kindern zu Hause haben. Auch gibt es Ratgeber in Fragen von Partnerschaft und Erziehung, aber auch in Fragen der Pflegebedürftigkeit. Adressen und Ansprechpartner von Beratungsstellen vermittelt Dr. Petra Schmidt-Wiborg als zentrale Ansprechperson in Familienfragen. „Wir können im Jahr 2009 mit Hilfe des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur sogar Kosten erstatten, wenn einem Studierenden durch einen Besuch von wissenschaftlichen Veranstaltungen zusätzliche Betreuungskosten für seine Kinder entstehen. Natürlich wird das Babybegrüßungsgeld ebenso für unsere Mitarbeiter bereitgestellt, auch diese wollen wir unterstützen, wenn es um Arbeit und Familie geht“, erläutert sie.
„Es verdient Anerkennung, wenn meine Hochschule sich darum kümmert, dass man mit Familie gut studieren kann“, sagt Heiner Scharschuh.
Weitere Informationen:
Dr. Petra Schmidt-Wiborg
Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Lausitz (FH)
Tel.: 0355 5818-461
E-Mail: gleichstellung
fh-lausitz.de