Neben dem fachlichen Austausch mit rumänischen Sozialwesen-Studenten war die Biografiearbeit ein wichtiger Schwerpunkt der Exkursion. Das Besondere an dieser Reise war, dass die Biografiearbeit mit Angehörigen der deutschen Minderheit in Rumänien realisiert wurde. Auf diese Weise konnte ohne Sprachbarriere Kontakt zu den Menschen aufgenommen werden. Der Schwerpunkt lag in erster Linie in der Festigung der bereits erworbenen Kenntnisse. Darüber hinaus erfuhren sämtliche Beteiligte aber auch sehr viel über die deutsche Minderheit der Banater Schwaben. Geschichte wurde auf diese Weise zu etwas „Fassbarem“, und Zusammenhänge konnten leicht hergestellt werden. Im Rahmen des Gespräches mit den Bewohnern des Seniorenheims spielte auch der Begriff „Heimat“ eine sehr wichtige Rolle und so dachten nicht nur die beteiligten Bewohner der Einrichtung, sondern alle Beteiligten über „ihre Heimat“ nach.
„Am Ende dieses Workshops hatten nicht nur wir Studenten viele wichtige Erfahrungen machen können, auch die Bewohner nahmen positive Erlebnisse aus diesen Gesprächen mit. Natürlich haben wir die Einrichtung nur mit dem Versprechen wiederzukommen verlassen, und der gute Kontakt zur Universität in Timisoara soll weiter ausgebaut werden“, erklärt Anika Konzack, Studentin der Sozialarbeit/-pädagogik der Fachhochschule Lausitz im siebenten Semester.
Timisoara ist eine Studentenstadt an der westlichen Grenze Rumäniens, die auch für ein Auslandssemester sehr interessant ist. Neben einer guten Universität, mit vielen fachlichen Möglichkeiten und internationalen Studenten, hat auch das kulturelle Leben der Stadt sehr viel zu bieten. Angst vor dem Rumänischen braucht niemand zu haben. Die Verständigung in Englisch oder Deutsch ist problemlos möglich.
Weitere Informationen:
Anika Konzack
Fachhochschule Lausitz
Fachbereich Sozialwesen
Tel.: 0355 5818-401