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Hochmoderne Ausstattung im Fachbereich BCV

26.11.2008
Kategorie: Pressemitteilungen

Im Rahmen der 8. Wissenschaftstage der FH Lausitz fand am 20. November 2008 im Fachbereich Bio-, Chemie- und Verfahrenstechnik ein wissenschaftliches Kolloquium zum Thema „Neue Perspektiven der chemischen Analytik durch den Einsatz der hochauflösenden Atomabsorptionsspektrometrie mit Kontinuumsanregungsquelle“ statt.

Nach der symbolischen Übergabe des hochauflösenden Continuum Source Atomabsorptionsspektrometers „contrAA700“ (v. re.): der Präsident der FH Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz,  die Vertriebsleiterin der AnalytikJena AG, Angelika Hornischer, und der Projektleiter, Prof. Dr. Jörg Acker aus dem Fachbereich BCV der FH Lausitz. Foto: Witzmann

Nach der symbolischen Übergabe des hochauflösenden Continuum Source Atomabsorptionsspektrometers „contrAA700“ (v. re.): der Präsident der FH Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, die Vertriebsleiterin der AnalytikJena AG, Angelika Hornischer, und der Projektleiter, Prof. Dr. Jörg Acker aus dem Fachbereich BCV der FH Lausitz. Foto: Witzmann

Hierbei handelt es sich um ein Analysenverfahren, mit dem chemische Elemente bis hin in den Spurenbereich nachgewiesen werden können. Im Gegensatz zur klassischen Atomabsorptionsspektrometrie, bei der für jedes Element eine separate Lichtquelle benötigt wird, setzt die hochauflösende Kontinuumsspektrometrie einen Kontinuumsstrahler mit hoher Lichtstärke ein, der einen Bereich von 190-900 nm abdeckt. Eine weiteres Merkmal dieser neuen Technik ist ein hochauflösendes optisches System, das eine Auflösung von bis zu zwei Picometern (zwei millionstel Millimeter) erlaubt.

Eingeladene Referenten aus Wissenschaft, Technik und Vertrieb gaben Einblick in die modernsten Techniken der Atomabsorptionsspektrometrie. Dr. Alf Liebmann, Produktmanager der AnalytikJena AG,  berichtete über neue Anwendungsbereiche der hochauflösenden Kontinuums-Spektrometrie. Dr. Helmut Becker-Ross, vom Institute for Analytical Sciences Berlin, sprach zur Entwicklung des hochauflösenden Spektrometers. Die Anwendung in der Wasseranalytik wurde von Michael Petri vom Forschungslabor der Bodensee-Wasserversorgung vorgestellt und abschließend gab Prof. Dr. Jörg Acker (FHL) einen Einblick in die laufenden Forschungsarbeiten.

Darin wird diese neue Technik nicht nur auf chemische Elemente, sondern auch auf die Analytik von Molekülen angewandt.  Dies ermöglicht auch die Bestimmung von Nichtmetallen, wie z.B. Fluor, Chlor oder Schwefel, was mit der klassischen Atomabsorptionsspektrometrie nicht möglich war. Weiterhin erlaubt die hohe Auflösung die Element- und Elementspurenbestimmung in schwierigen Probenzusammensetzungen, was vor allem für das Hauptforschungsgebiet der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. J. Acker, der Photovoltaik, von größter Bedeutung ist.

Gekrönt wurde die Veranstaltung  mit der feierlichen Übergabe des hochauflösenden Continuum Source Atomabsorptionsspektrometers „contrAA700“, das im Zuge des Hochschulinvestitionsprogramms aus Mitteln des Landes Brandenburg und der Europäischen Gemeinschaft angeschafft wurde. Dabei übergab Angelika Hornischer, Vertriebsleiterin der AnalytikJena AG, das Gerät symbolisch an den Präsidenten der FH Lausitz, Herrn Prof. Dr. Günther Schulz.

Von besonderer Bedeutung ist zudem der Einsatz in der Lehre. Hier soll den Studenten neben fundierten theoretischen Grundlagen eine umfangreiche praktische Ausbildung an den modernsten Analysengeräten, sowie allen dazugehörigen Arbeitsgängen ermöglicht werden. Dies macht die Studierenden bereits während der Ausbildung mit Herangehensweisen und Arbeitstechniken der wissenschaftlichen Forschung vertraut.

Weitere Informationen:

Anja Rietig

Fachhochschule Lausitz

Fachbereich Bio-, Chemie- und Verfahrenstechnik

Telefon: 03573 85-829

E-Mail: arietig=at=fh-lausitz.de