Offensichtlich hat die Fachhochschule die richtigen Ideen, wie man die Chancengleichheit von Frauen und Männern an der Hochschule weiter verbessern und Berufstätige und Studierende mit Familie unterstützen kann. Mit dem im Frühjahr 2008 ausgeschriebenen Professorinnen-Programm des Bundes und der Länder sollen hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen gefördert werden.
Vor allem für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs ist eine Förderung wichtig. Denn bekanntlich sind umso weniger Frauen an den Hochschulen beschäftigt, je höher die Positionen sind. Die Fachhochschule Lausitz hat beim Nachwuchs schon beachtliche Erfolge erzielt: Deutlich mehr Frauen als Männer entscheiden sich, ihre Doktorarbeit hier betreuen zu lassen. Auch der Anteil der Professorinnen konnte in den vergangenen fünf Jahren um 2,9 Prozent auf 13,4 Prozent gesteigert werden.
Die Fachhochschule will diesen Erfolgskurs mit ihrem umfassenden Gleichstellungskonzept fortsetzen. „Unser Ansatz ist, dass die Kolleginnen und Kollegen und auch die Studierenden die Möglichkeit haben, mit Ideen in ihrem Aufgabenbereich zum Gleichstellungskonzept und zu seiner Umsetzung beizutragen. Nur so ergibt sich eine gelebte Chancengleichheit. Frauen und Männer arbeiten und studieren noch lieber an unserer Hochschule und setzen sich auch für sie ein“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte, Dr. Petra Schmidt-Wiborg.
Das Gleichstellungskonzept wurde von einem unabhängigen Expertengremium begutachtet, das sich aus herausragenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung und Hochschulmanagement zusammensetzt. Die Gesamtsumme des von 2008 bis 2012 aufgelegten Professorinnen-Programmes des Bundes und der Länder beträgt 150 Millionen Euro. In diesem Rahmen stellt auch das Land Brandenburg Mittel zur Verfügung.
Wenn die Fachhochschule Lausitz auch auf der zweiten und letzten Stufe des Programms erfolgreich ist, wird sie die gewonnenen zusätzlichen Finanzmittel an zwei Stellen verwenden. Einerseits will sie bei Bedarf diejenigen Mitarbeiter und Studierenden, die Angehörige betreuen, besonders unterstützen, damit sie genauso leistungsstark und erfolgreich arbeiten und studieren können wie andere, die keine familiären Verpflichtungen haben. Andererseits sollen Frauen in den Bereichen Lehre und Forschung gefördert werden. Dass man Professorinnenstellen mit hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen besetzt, denen Studentinnen und Studenten nacheifern wollen, dürfte eines der besten Mittel der Nachwuchsförderung sein.
Weitere Informationen:
Fachhochschule Lausitz
Dr. Petra Schmidt-Wiborg
Gleichstellungsbeauftragte
Lipezker Straße 47, 03048 Cottbus
E-Mail: pschmidt
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Tel.: 0355 5818-461/ – 401