
Prof. Dr. Heiko Steiniger nach dem ihm zu Ehren veranstalteten Verabschie-dungskolloquium an der FH Lausitz.

Der Präsident der FH Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, dankte Prof. Dr. Heiko Steiniger.

Die Dekanin des Fachbereiches IEM, Prof. Dr. Kathrin Lehmann, würdigte Prof. Dr. Heiko Steiniger in ihrer Laudatio und dankte ihm im Namen des Fachberei-ches. Fotos: Witzmann
„Sie haben ein Stück Geschichte der Fach-hochschule Lausitz mitgeschrieben“, sagte die Dekanin des Fachbereiches Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau, Prof. Dr. Kathrin Lehmann. In Ihrer Laudatio würdigte sie besondere Verdienste von Professor Steiniger und blickte auf Höhepunkte seines Wirkens zurück.
Der am 24. Dezember 1942 in Taucha Geborene und heute im Cottbuser Ortsteil Kahren Lebende erlernte den Beruf eines Elektromontageschlossers und studierte in den sechziger Jahren Elektrotechnik und Berufspädagogik an der Universität Bergaka-demie Freiberg und an der Technischen Universität Dresden. An der Ingenieurhoch-schule Cottbus promovierte er 1987 zum Thema „Konstruktiver Ingenieurbau“.
Bereits in der Gründungsphase der Fachhochschule Lausitz wurde er 1991 zum Gründungsdekan des in Senftenberg ansäs-sigen Fachbereiches Elektrotechnik gewählt. Ebenso war er Mitglied im Gründungssenat. 1992 erfolgte die Berufung zum Professor für Allgemeine Elektrotechnik. Bis 1999 leitete Professor Steiniger den Fachbereich Elektro-technik als Dekan.
Als Schwerpunkte der Tätigkeit von Professor Steiniger nannte die Laudatorin unter anderem den Aufbau des Fachbereiches Elektrotechnik, die Mitwirkung an der Profilierung der Hochschule, die internationale Präsentation und die Entwicklung der Zusammenarbeit mit internationalen Partner-hochschulen, zum Beispiel im finnischen Kajaani, sowie seine Einflussnahme auf die Errichtung des modernen Laborgebäudes der Elektrotechnik.
In dem 2001 gebildeten Fachbereich Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau war Professor Steiniger von 2004 bis 2007 Studiendekan Elektrotechnik. Er leitete die Umstellung auf den Bachelor – und Masterstudiengang Elektrotechnik bis hin zur erfolgreichen Akkreditierung und war selbst Mitglied von Akkreditierungskommissionen der deutschen Fachakkreditierungs-agentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik (ASIIN).
Das von Professor Steiniger vertretene Lehrgebiet der Licht und Beleuchtungstechnik bezeichnete die Dekanin in ihrer Laudatio als Alleinstellungsmerkmal der Fachhochschule Lausitz. Besonders hob sie sein engagiertes Wirken im Fachbereichstag Elektrotechnik und Informationstechnik (FBTEI) hervor - eines freien Zusammenschlusses von Fachhochschulen, die Studienangebote in Elektrotechnik und Informationstechnik oder interdisziplinäre Angebote unter Beteiligung dieser Fachbereiche machen. Mit etwa 100 Mitgliedern ist der FBTEI nach eigenen Angaben der größte Hochschul-Fachverband in Deutschland und vertritt mehr als 1.500 Lehrende und ungefähr 35.000 Studierende.
Professor Steiniger gehörte von 1991 bis 2004 dem Geschäftsführenden Ausschuss (GFA) des FBTEI an und war von 1998 bis 2002 sogar Vorsitzender dieses Hochschul-Fachverbandes. Ebenso wirkte er im Ausschuss Ingenieurausbildung des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE).
Professoren aus dem etablierten Fachhochschulstandort Soest, die Professor Steiniger insbesondere in den Anfangsjahren seines Wirkens an der FH Lausitz unterstützten, waren ebenso wie der Gründungsrektor der FH Lausitz, Prof. Dr. Roland Sessner, die ehemalige Präsidentin , Brigitte Klotz, und der ehemalige Vizepräsident, Prof. Dr. Steven X. Ding, und der Kanzler der Hochschule, Volker Schiffer, unter den Gästen des Verabschiedungskolloquiums.
In ihren Festvorträgen "Licht und Architektur" sowie "Das Geheimnis GFA FBTEI" nahmen Thomas Schielke von der ERCO Leuchten GmbH Lüdenscheid und Prof. Dr. Ralph Hansen von der Technischen Fachhochschule Berlin Bezug auf den in den Ruhestand verabschiedeten Prof. Dr. Heiko Steiniger und seine engagierte Arbeit an der Fachhochschule Lausitz und darüber hinaus.