
Das neue Laborgebäude Biotechnologie auf dem Campus der Fachhochschule Lausitz. Foto: Steffen Rasche

Der Präsident der FH Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, begrüßte die Gäste im Medienzentrum. Foto:Witzmann

Der Studiendekan Biotechnologie, Prof. Dr. K.-Peter Stahmann, führte zum neuen Laborgebäude. Foto: Witzmann

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka überreichte dem Präsdenten symbolisch den Schlüssel für das neue Laborgebäude. Foto: Kukura

Im Labor für Zellbiologie des neuen Laborgebäudes Biotechnologie (v. li.): der Studiendekan Biotechnologie der FH Lausitz, Prof. Dr. Peter Stahmann, der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, der Bürgermeister der Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Johanna Wanka, der Präsident der FH Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, und Prof. Dr. Ursula Anderer, die Erläuterungen gab. Foto: Witzmann
Mit einer Hauptnutzfläche von 2.700 Qudratmetern bietet das Gebäude mit seinen ausgezeichneten Studien- und Arbeits-bedingungen Platz für insgesamt 270 Bachelor- und 45 Master-Studenten. Die Baukosten des neuen Laborgebäudes Biotechnologie von 15 Millionen Euro wurden je zur Hälfte vom Bund und vom Land Brandenburg finanziert. Zuständig war die Acerplan Planungsgesellschaft mbH Cottbus.
Zur Verfügung stehen unter anderem für die studentische Ausbildung im Erdgeschoss vier Kurslabore, zwei PC-Pools, zwei Seminar-räume und ein Konferenzraum sowie für die Forschung in zwei Obergeschossen 22 Forschungs- und Projektlabore für Bache-lor/Master Thesis und Drittmittelforschung. Forschungsschwerpunkte sind die Molekulare und zellbasierte medizinische Diagnostik und die Angewandte Biotechnologie. Zurzeit werden mehr als ein Dutzend Forschungs-projekte bearbeitet. Das Spektrum reicht von der Industrie-geförderten Masterarbeit über kooperative Promotionen bis hin zur BMBF-geförderten Nachwuchswissenschaftlergrup-pe.
„Mit dem sehr funktionalen und zugleich schönen neuen Laborgebäude Biotech-nologie existieren jetzt hervorragende Bedingungen für die Umsetzung des forschungsbezogenen Lehrkonzeptes“, erklärte der Präsident der Fachhochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, zu Beginn einer Festveranstaltung anlässlich der Inbetriebnahme des Laborgebäudes im Konrad-Zuse-Medienzentrum. Er dankte allen, die Anteil an der Entwicklung der Biotechnologie und der Errichtung des Laborgebäudes haben, insbesondere der Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, und den Mitarbeitern ihres Hauses, seiner Amtsvorgängerin, Dipl.-Jur. Brigitte Klotz, dem Finanzministerium, der verantwortlichen Bauleitung, allen bisherigen Dekanen des Fachbereiches Bio-, Chemie- und Verfahrenstechnik, Prof. Dr. Jürgen Wrubel, Prof. Dr. Hansjörg Oelmann und Prof. Dr. Ingolf. Petrick, sowie dem Studiendekan Biotechnologie, Prof. Dr. K. Peter Stahmann.
„Damit hat die Entwicklung der Fachhochschule Lausitz hier am Standort Senftenberg einen sehr guten Stand erreicht“, sagte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Johanna Wanka, in Bezug auf das neue Laborgebäude Biotechnologie. Die Ministerin freute sich über die Steigerung der Studierendenzahlen an beiden Lausitzer Hochschulen und hob die Rolle der Forschung an der Fachhochschule Lausitz, insbesondere in der Biotechnologie, hervor. „Ich bin sicher, dass dieser Bau gute Studienbedingungen bietet, dass dieser Bau aber auch die Kompetenzen der Fachhochschule im Bereich der Biotech-nologie stärkt“, erklärte sie.
Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, bezeichnete die Fachhochschule Lausitz als Kristallisations-punkt und wünschte ihr eine intensive Begleitung aus der Wirtschaft und der Gesellschaft heraus. Er würdigte das eigene, ganz besondere und wichtige Profil der Fachhochschulen im Hochschulgeschehen und ihre Besonderheit, sehr intensiv mit der Wirtschaft zu kooperieren. „Herzlichen Glückwunsch zu dieser neuen Errungenschaft“, sagte im Hinblick auf das neue Laborgebäude. „Mag es so sein, dass einige ganz neue und wirtschaftlich sehr erfolgreiche Biotech-Produkte in diesen neuen Räumen ihre ersten experimentellen Grundlagen finden.“
„Es ist auch für die Finanzseite im Land ein Freudentag heute“, erklärte der Staatssekretär im Finanzministerium des Landes Brandenburg, Rudolf Zeeb. Ein großer Teil der in das neue Laborgebäude investierten Summe kam über Aufträge der regionalen Wirtschaft zugute. Insgesamt wurden nach Information des Staatssekretärs an der Fachhochschule seit Anfang der 90er Jahre an den beiden Standorten Senftenberg und Cottbus 130 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln in wissenschaftliche Infrastruktur investiert.
„Bildung, Forschung und Entwicklung sind die Bausteine für das gegenwärtige und künftige gesellschaftliche und insbesondere für das wirtschaftliche Leben“, sagte Bürgermeister der Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich. „Ich bin deshalb sehr froh, dass Senftenberg Standort einer der modernsten Hochschule in ganz Brandenburg ist.“ Er wünschte sich viele Impulse für die regionale Wirtschaft, für die Stadt und die Region, vielleicht auch in Form von Ansiedlungen im Bereich der Biotechnologie, und verwies auf die langjährige intensive Kooperation von Stadt und Hochschule. Der stellvertretende Leiter der Niederlassung Cottbus des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen, Norbert Potthast, freute sich, der Hochschule ein Laborgebäude mit aktueller und modernster Technik übergeben zu können. Ben Reineke vom Architekturbüro Acerplan Planungsgesellschaft mbh lobte die Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung und gab Erläuterungen zum Gebäude.
Symbolisch übergab die Mitarbeiterin des Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen, Christine Schubert, der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, den Schlüssel für das Laborgebäude. Die Ministerin überreichte diesen dem Präsidenten der Hochschule, Prof. Dr. Günter H. Schulz. Unter Führung des Studiendekans Biotechnologie, Prof. Dr. Peter Stahmann, und von Studierenden konnten sich die zahlreichen Gäste von den hervorragenden Bedingungen für Lehre und Forschung im neuen Laborgebäude überzeugen.
Die Biotechnologie zählt zu den Zukunftsfeldern der Fachhochschule Lausitz. An renommierten nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen sammeln die Studierenden Erfahrungen. Der konsekutive Bachelor/Masterstudiengang Biotechnologie mit Professuren für Zellbiologie, Molekulare Zellbiologie, Nanobiotechnologie, Mikrobiologie, Technische Mikrobiologie, Enzymtechnologie, Phototrophe Biotechnologie, Biochemie, Molekularbiologie und Bioverfahrenstechnik hat bisher 114 Bachelor–Absolventen, davon sieben als PhD-Studenten im Ausland bzw. an Max-Planck-Research Schools, und 29 Master-Absolventen, davon 25 Promovenden, hervorgebracht.
Zur Geschichte des Laborgebäudes Biotechnologie
Am 23. März 2005 erfolgte der erste Spatenstich für das neue Laborgebäude Biotechnologie. Richtfest wurde am 6. Oktober 2005 gefeiert. Nachdem der Leiter der Niederlassung Cottbus des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen, Karl-Heinz Kretschmer, das Gebäude am 21. Juni 2007 an den Präsidenten der Fachhochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, übergeben hatte, wurden umfangreiche Umzugs- und Vorbereitungsarbeiten einschließlich der Ausstattung mit moderner Laborausrüstung geleistet.
Nach den Worten des Präsidenten der FH Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, eröffnet die feierliche Inbetriebnahme des Laborgebäudes Biotechnologie am 23. November 2007 ganz neue Möglichkeiten für ein forschungsorientiertes Biotechnologiestudium und stärkt sichtbar die Rolle der Hochschule und der Region in diesem Kompetenzfeld.