Service

Forschungstraditionen der Sozialen Arbeit

Kategorie: Sozialwesen, Zentrale Mitteilungen

Empirische Sozialforschung erfährt in jüngster Zeit einen
enormen Bedeutungszuwachs innerhalb der Disziplin
und der Profession Sozialer Arbeit. Die historischen Anfänge
dieser systematischen Erfassung und Deutung sozialer
Wirklichkeit, die sich im Rahmen der bürgerlichen
Sozialreformbewegungen und der Wohlfahrtspflege entwickelten,
sind in der Rezeptionsgeschichte bislang
kaum aufgegriffen worden. Deshalb rückt das Buch die
„vergessenen“ Forschungstraditionen der Sozialen Arbeit ins Bewusstsein, um an diese anzuknüpfen
sowie deren Zugangsweisen und Ergebnisse im Kontext der sich institutionalisierenden Sozialen Arbeit
einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Dabei geht es zum einen um das Sichtbarmachen von Prozessen des Fallverstehens einschließlich der Perspektive,
wie damalige Protagonistinnen und Protagonisten versucht haben, dies methodisch auszubuchstabieren.
Zugleich wird danach gefragt, inwieweit sich in diesen Vorgehensweisen bereits eine rekonstruktive
Forschungslogik dokumentiert. Zum anderen soll gezeigt werden, welche Ausschnitte der sozialen Wirklichkeit
in den damaligen Studien beleuchtet und welche qualitativ und quantitativ ausgerichteten Verfahren dazu
entwickelt werden. Von daher geben die Beiträge sowohl einen Einblick in die frühe Phase empirischer Sozialforschung
als auch in erste Ansätze fallbezogener Handlungsmethoden der Sozialen Arbeit.

 


Die Herausgeberinnen:
Prof. Dr. Kirstin Bromberg
Hochschule Lausitz (FH), Professorin für Soziale Arbeit

Prof. Dr. Walburga Hoff
Fachhochschule Erfurt, Professorin für Theorien, Methoden und Forschung der Sozialen Arbeit

Prof. Dr. Ingrid Miethe
Justus-Liebig-Universität Gießen, Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft

Rekonstruktive Forschung in der Sozialen Arbeit, Band 10
2012. 241 Seiten. Kart.
26,90 € (D),
27,70 € (A),
38,50 SFr
ISBN 978-3-86649-339-1