Die Hochschule Lausitz wird in enger Kooperation mit dem Klinikum Niederlausitz, dem Gesundheitszentrum Niederlausitz und dem Vital-Gesundheitsclub in Senftenberg die erste Lausitzer Bewegungsstudie mit Kindern im Alter zwischen 6-12 Jahren durchführen. Interessierte Eltern sind zur Informationsveranstaltung am 09.09.2011 um 16:00 Uhr in den Vital-Gesundheitsclub (Rudolf-Breitscheid-Straße 2a, 01968 Senftenberg) sehr herzlich eingeladen.
Die gezielte Förderung motorischer Fähigkeiten gehört zu den wichtigsten Lerneinheiten in der Entwicklungsphase eines Kindes. Von klein auf kann die körperliche Leistungsfähigkeit nachweislich gestärkt, verbessert und bis ins hohe Alter erhalten werden. Ausreichende Bewegungsreize führen dabei zu einer ganzen Reihe von positiven Wirkungen, die u. a. einen hohen Alltags- und Gesundheitsbezug aufweisen. Zusätzlich wird angenommen, dass durch die regelmäßige und gezielte Einflussnahme auch kognitive Fähigkeiten (denken und konzentrieren) positiv beeinflusst werden können.
Um diese Zusammenhänge wissenschaftlich zu belegen, arbeiten vier regionale Institutionen eng zusammen. Neben der Unterstützung des Gesundheitszentrums Niederlausitz rekrutiert das Klinikum Niederlausitz für diese Studie regionale Kinderärzte und garantiert des Weiteren die medizinische Betreuung der teilnehmenden Kinder. Der Vital-Gesundheitsclub, stellt einen neuen, speziell für Kinder entwickelten Gerätezirkel, hauseigene Räumlichkeiten sowie qualifizierte Trainer und Physiotherapeuten zur Verfügung. Unter dem Motto „FitKidz – Durch Bewegung fürs Leben lernen.“ werden Kindergruppen zweimal in der Woche für 45-60 Minuten kostenlos freudbetontes Bewegen im Vital-Gesundheitsclub erleben.
Die leistungsdiagnostischen Testverfahren werden von der Professur Physiotherapie der Hochschule Lausitz durchgeführt. „Uns geht es dabei insbesondere um die Zusammenhänge von Bewegen und Denken in jungen Jahren,“ so Prof. Michel „da wir davon ausgehen, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Alter bzw. Altersgang eng mit der Leistungsfähigkeit im Kinder- und Jugendalter zusammenhängen, quasi dort beginnen und vom erworbenen Wissen und Können signifikant beeinflusst werden.“
Forschungshypothese:
Es wird angenommen, dass durch das Einwirken von äußeren Kräften und Widerständen auf den kindlichen Organismus, Fähigkeiten entdeckt werden, die Kindern das Funktionieren des Körpers verständlich machen. Dabei wird erwartet, dass Kinder durch das Bewegen der Gliedmaßen anatomische Strukturen und Positionen erlernen und dadurch für sich verstehbar machen. Es kann somit ein besseres Verständnis für Lagepositionen der Extremitäten und kinästhetischen Orientierung geschaffen werden.
Weitere Informationen:
Dr. rer. nat. Nico Nitzsche
Hochschule Lausitz (FH)
Physiotherapie
Großenhainer Str. 57
01968 Senftenberg
Tel. 03573 85406
nico.nitzsche@hs-lausitz.de