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Internationale Musikbibliothek (IMB)

Die Hochschulbibliothek verfügt über einen Sonderbestand: einen Teilbestand der ehemaligen Internationalen Musikbibliothek.

Zur Historie der Internationalen Musikbibliothek - IMB

Gegründet wurde die IMB 1946/47 in Berlin auf Beschluss der Alliierten als "Interalliierte Musikbibliothek". Sie wurde zunächst von allen vier Siegermächten mit Medien versorgt. Nach dem "Rückzug" der Westmächte wurde die Sammlung ausschließlich durch die Sowjetunion mit Musikliteratur und Musikalien aus osteuropäischen Ländern ausgestattet. 1968 erfolgte die Unterstellung der IMB unter den "Verband deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler (der DDR)". Neben ihrer Funktion als zentrale Leihbibliothek für Orchestermaterialien der sozialistischen Länder entwickelte sich die IMB zur größten Spezialbibliothek für ostdeutsche und osteuropäische Musik des 20. Jahrhunderts. Im letzten in der DDR erschienenen "Jahrbuch der Bibliotheken ... der Deutschen Demokratischen Republik" (1987) wird der Medienbestand mit 36.000 Bänden angegeben.

Nach 1990 kam die IMB als Depositum an die Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler". Ein Teil des Bestandes ging in der unmittelbaren Nachwendezeit verloren. Der Hauptbestand konnte gesichtet und mit Hilfe der erhaltenen Zettelkataloge provisorisch erschlossen werden. Im Jahr 1999 hat die Hochschule für Musik "Hanns Eisler" nach Klärung von Eigentumsverhältnissen diesen Bestand an den Berliner Verlag für Neue Musik GmbH übergeben, der sich 2002 entschloss, die Sammlung zu verschenken. Damit gelangte der größte Teil der IMB in den Besitz des Deutschen Zentrums für zeitgenössische Musik (DZzM) in Dresden und ein kleiner Teil in den Besitz der FH Lausitz. Mittlerweile hat aber das DZzM (jetzt: Europäisches Zentrum der Künste Hellerau) einen Großteil seines Bestandes an die Sächsische Universitäts- und Landesbibliothek (SLUB) in Dresden übergeben, wobei diese auf Grund vorhandener Dubletten nur ca. 8.000 Medieneinheiten tatsächlich übernommen hat.

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