Forschung - Referenzen

Studiengang Informatik

Thema

Entwicklung einer Softwarebasis für ein Multicolour-Fluo­reszenzmesssystem zur automatischen Klassifizierung von mikroskopischen Objekten.

Aufgabe

Ziel ist der Aufbau eines Systems, das die Aufgaben und Funktionen der Gerätesteuerung, der Ablaufautomatisie­rung für die Bilddatenaufnahme, der Datenanalyse sowie der Datenrepräsentation für unter­schied­liche medizinische Diagno­se­aufgaben abdeckt. Insbesondere sind Verfahren zur zeitopti­mierten Bildaufnahme und der Analyse multispektraler Bil­der zu entwickeln. Diese Bilder sind vollautomatisch zu ana­lysieren, wobei die verschiedenen Mikropartikel-Klassen zu unterscheiden sind. Für jede einzelne Klasse  wird das diagnostisch relevante Helligkeits­signal aus der Fluoreszenzstrahlung der Mikropartikel bestimmt.

Methoden

Die Grundlage für ein Entwicklungssystem zur Detektion von Mikropartikeln bildet ein Fluoreszenzmikroskop mit freier Ansteuerung der unterschiedlichsten Gerätekompo­nenten. Für den Aufbau verschiedener Geräte­einheiten, wie Messbus, Motorsteuerung und Daten­aufnahme  wurden die dazugehörigen Hard- und Software-Schnittstellen  auf deren Eigenschaften hin untersucht und an das System angepasst. Für ein­zelne Baugruppen, wie Mikroskop­tisch­steuerung und Farbfil­terwechsler wurden Softwaremodule zur Ansteuerung ent­wickelt und getestet sowie eine Opti­mierung des Zeitver­haltens vorgenommen. Ein wesent­licher Schritt hierfür war die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur automatischen Einstellung der Bildschärfe, das die Effizienz der Bildaufnahme wesent­lich verbesserte.

Mit dem Ziel der Aufnahme großer Bilderserien wurde es notwendig, eine zeitoptimale Ablaufsteuerung für die Positio­nierung des Mikroskoptisches unter Berück­sichti­gung ei­nes minimalen Aufwandes zur Einstellung der Bildschärfe zu ent­wickeln.

Ergebnis

Mit verschiedener Farbmarkierung der Mikropartikel wurde der Nachweis erbracht, dass eine steuerbare Digitalkamera zur Bildaufnahme geeig­nete Daten für die weitere Analyse liefern kann.

Durch multispektrale Bilddaten konnte eine sichere Tren­nung der unterschiedlichen Mikropartikelklassen vor­genommen werden. Da das auszuwertende Bildsignal auf­grund der geringen Helligkeit stark störbehaftet ist, sind verschiedene Verfahren der Störunterdrückung entwickelt und getestet sowie die Parameter der Bilddatenaufnahme optimiert worden.

Das System ist modular aufgebaut und hat daher eine hohe Flexibilität, die unter anderem durch eine verallgemeinerte Gerätesteuerung und einer erweiterbaren Analysedaten­ver­waltung erreicht wor­den ist.

Förderung

Das Projekt wurde mit Mitteln des BMBF unter dem Förder­kennzeichen 03WKR01B gefördert.

Kooperationspartner:

Entwicklungssystem zur Fluoreszenzbildanalyse
(Foto: Nitschke)

Projektmitarbeiter

  • Dipl.-Inf.(FH) Alexander Böhm
  • Dipl.-Ing.(FH) Jörg Nitschke

Projektleiter

Prof. Dr.-Ing. Martin Weigert

Telefon: 03573 85-611

E-Mail: mweigert=at=iem.fh-lausitz.de

Projektzeitraum

01.04.2004 bis 31.03.2007