Studiengänge im Fachbereich Sozialwesen

Bachelor of Arts „ Soziale Arbeit“

1. Studienziel

Der Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik wird ab dem WS 2008/09 als konsekutiver Studiengang mit dem Abschluss Bachelor of Arts Soziale Arbeit und in der Fortsetzung Master of Arts Soziale Arbeit angeboten.

Der Bachelorabschluss kann auch in einer integrierten deutsch-polnischen Studienrichtung erworben werden, bei dem zugleich die Möglichkeit besteht, das polnische Licentiat zu erwerben (Doppelabschluss).

Mit dem Abschluss als Bachelor (BA) ist auch die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/Sozialpädagoge gewährleistet.

Am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Lausitz wird zudem ein akkreditierter Masterstudiengang „Gerontologie“ (weiterbildend) angeboten.

2. Studiendauer und -ablauf

Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester. Das Studium gliedert sich in zwei Studienabschnitte und 20 Module. Im 3. Studiensemester findet das Praktikum mit methodischer Begleitung statt. Im 6. Semester wird die Bachelorarbeit angefertigt.

In der deutsch-polnischen Studienrichtung: das 3. Semester (Praktikum) und das 4. Semester (Theorie) werden in Polen durchgeführt und vom Fachbereich vermittelt. Die fachliche Betreuung während der Auslandssemester ist zusätzlich über die Partnerhochschule in Gorzów/Polen abgesichert.

3. Studieninhalt

Das Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik vermittelt eine praxisnahe Ausbildung, durch die Studierende befähigt werden, komplexe psychosoziale Problemlagen wahrzunehmen, zu analysieren, angemessene Handlungskonzepte zu erarbeiten und diese in die gegebene Praxis umzusetzen. Zur Bewältigung dieser Aufgaben bedarf es eines fundierten sozialwissenschaftlichen Grundlagenwissens, das Sozialarbeit/Sozialpädagogik neben ihren eigenständigen Wissensgrundlagen aus anderen Wissenschaftsbereichen bezieht. Die Studierenden lernen, Menschen und ihre Probleme vor dem Hintergrund individuell unterschiedlicher Lebensgeschichten unter Einfluss sozialer, ökonomischer und ökologischer Erfahrungen zu verstehen und Verursachungsmechanismen zu erkennen. Praxisnahes, handelndes Lernen ist das Prinzip unserer Ausbildung.

Das Wissen um gesellschaftliche Zusammenhänge wird durch die Befähigung zum unmittelbaren Verhalten im Umgang mit Menschen in Problemsituationen ergänzt. Berufspraktische und medienpädagogische Übungen, von Gesprächsführung bis zum Einsatz neuer und alter Medien, bieten die Chance, praktische Fähigkeiten zu erlangen.

Das praktische Studiensemester wird in Arbeitsfeldern der Sozialarbeit/Sozialpädagogik durchgeführt und dauert 20 Wochen. In dieser Zeit finden praxisbegleitende Lehrveranstaltungen in der Fachhochschule statt und jeder Studierende wird durch Lehrkräfte betreut. Der Bedarf an qualifizierten Experten im Sozialbereich ist nach wie vor hoch. Die anwendungsorientierte Forschung, die Beratung von Institutionen und Fachkräften sowie die Unterstützung von sozialen Projekten in der Jugend-, Behinderten- und Altenarbeit erfüllen wichtige Funktionen für die Region. An diesen Aufgaben können sich interessierte Studenten bereits in der Ausbildungszeit beteiligen.

Die integrierte deutsch-polnische Studienrichtung richtet sich vorzugsweise an Interessenten, die im Bereich der Sozialarbeit interkulturelle Kompetenzen zusätzlich erwerben wollen und Interesse an dem Erlernen und Vertiefen von Fremdsprachen haben.

Die Inhalte dieser Studienrichtung orientieren sich am Aufbau und in der Struktur am regulären Studiengang Soziale Arbeit und greifen – neben dem Sprachanteil - spezifische Fragen und Problemfelder auf, die im Rahmen von internationaler sozialer Arbeit bedeutsam sind.

Dazu gehören Fragen der sozialen Arbeit in anderen Ländern und Kulturen und deren Rahmenbedingungen oder interkulturelle Themen, die die Soziale Arbeit in Deutschland direkt betreffen, wie Migration oder grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Den theoretischen Schwerpunkt bildet ein gesonderter Projektteil im 4.Semester an der FH Gorzów /Polen.

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4. Aufbau des Studiums

BA Soziale Arbeit / Social Work (FH)

mit integrierter deutsch-polnischer Studienrichtung

Studienabschnitte/Module

Studienabschnitt A       1. – 3. Semester

Modul 1
Propädeutik:
a.
Einführung in das wiss. Arbeiten
b. Fremdsprachen
Deutsch-Polnische Studienrichtung: Fachpolnisch

Modul 2 (2.1 und 2.2)
Sozialmedizinische Grundlagen von Gesundheit und Krankheit für die SA:
Einführung in die Sozialmedizin, Grundlagen der Rehabilitation und Teilhabe, Sozialpsychiatrie

Modul 3 (3.1 und 3.2)
Methodische Grundlagen der SA:
Grundsätze und Arbeitsformen methodischen Handelns im Kontext SA, Handlungskonzepte SA und daraus abgeleitete Techniken und Verfahren

Modul 4
Soziale Beratung:
GL der Beratung, Gesprächsführung und Übung in spezifischen Feldern der GF
Deutsch-Polnische Studienrichtung: Beratung in interkulturellen Arbeitsfeldern

Modul 5 (5.1 und 5.2)
Praxisvorbereitung und Einführung in Handlungsfelder der SA:
Auswertung des Vorpraktikums, Praktikumsvorbereitung und Einführung in Handlungsfelder
Deutsch-Polnische Studienrichtung: Einführung in interkulturelle Handlungsfelder der Sozialen
Arbeit, Praktikumsvorbereitung Polen, Landeskunde

Modul 6
Kulturwissenschaftliche und medienpädagogische Grundlagen:
Grundlagen und Didaktik/Methodik der Medienpädagogik, Sozialinformatik

Modul 7
Einführung in die Rechtsgrundlagen der SA:
Einführung in das Recht, GL des Familienrechts, Kinder -und Jugendhilferecht, Fallbesprechung

Modul 8
Erziehung, Bildung und Sozialisation:
Einf. in die Erziehungswissenschaft, Theorien der Erziehung und Sozialisation, Erziehungs -und Bildungskonzeptionen

Modul 9
Praxis und methodische Begleitung:
Praktikum und Praxisbegleitung
Deutsch-Polnische Studienrichtung:
Praktikum und methodische Begleitung in Polen

Studienabschnitt B        4. – 6. Semester

Modul 10
Arbeitsformen, Diagnostik, Konzepte:
Exemplarische Einführung in eine der 3 Arbeitsformen der SA und in die theoretischen GL unterschiedlicher Diagnostikkonzepte

Modul 11
Grundzüge des deutschen Wohlfahrtsstaates - Ökonomische und sozialpolitische Grundlagen der SA:
Soziale Probleme und Sozialpolitik

Modul 12 (12.1 und 12.2)
Psychologische Grundlagen der SA:
GL der Psychologie, Sozialpsychologie

Modul 13
Ästhetik, Bildung und Medien:
Medien -und Kulturarbeit, Vertiefung medienpädagogischer Ansätze in der SA

Modul 14 (14.1 und 14.2)
Lernwerkstatt und Projekte:
Praxisbezogenes Lernen in Projekten über zwei Semester
Deutsch-Polnische Studienrichtung:
Deutsch-Polnisches Vergleichsprojekt

Modul 15 (15.1 und 15.2)
Gesellschaftswissenschaftliche GL und empirische Sozialforschung:
Einführung in die Grundbegriffe der Soziologie, Sozialer Wandel

Modul 16
Vertiefung der Rechtsgrundlagen der SA:
Grundzüge des Sozialverwaltungsrechts, Sozialleistungsrecht, GL der Straffälligen -und Opferhilfe, Kriminalprävention, Rechtliche GL der Arbeit mit älteren und behinderten Menschen, Betreuungsrecht, Heimrecht, Behindertenrecht
Deutsch-Polnische Studienrichtung:
Europäische Rechtsfragen

Modul 17 (17.1 und 17.2)
Soziale Integration, Rehabilitation - angewandte Ethik:
GL der Rehabilitationspädagogik, Analyse von Behinderungszuständen

Modul 18 (18.1 und 18.2)
Vertiefende Reflexion von Handlungsfeldern
Deutsch-Polnische Studienrichtung:
Sozialarbeit in Europa: vertiefende Reflexion

Modul 19
GL des Managements und der Organisation SA:
Trägerstrukturen, Management und Finanzierung sozialer Dienste

Modul 20
Bachelorarbeit
Deutsch-Polnische Studienrichtung: 
Interkulturelle Themenstellungen

 

 

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5. Zulassungsvoraussetzung

Für die Zulassung zum Studium ist eine der nachfolgend genannten Qualifikationen nachzuweisen:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
  • Fachhochschulreife
  • Berufsausbildung mit Abitur

Vor Aufnahme des Studiums sind 12 Wochen praktische Tätigkeit in einem Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit zu leisten.
Näheres hierzu regeln die „Richtlinien zur Durchführung des Vorpraktikums“.

Für die integrierte deutsch-polnische Studienrichtung:

Es gelten die üblichen Zulassungsvoraussetzungen (siehe oben).

Es wird zudem erwartet, dass Studienanfänger die Bereitschaft mitbringen, Polnisch (in Polen) bis zum Ende des 2. Semesters zu erlernen, um sich an der Partnerhochschule an der Projektarbeit beteiligen können.

Für diese integrierte Studienrichtung mit max. 10 Studienplätzen wird ein gesondertes Zulassungsverfahren durchgeführt, bei dem Bewerberinnen mit polnischen Sprachkenntnissen sowie interkulturellen Kompetenzen oder Interessen bevorzugt werden.

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6. Zulassung/Immatrikulation

Im Studentensekretariat der Hochschule Lausitz müssen die vollständigen Bewerbungsunterlagen, einschließlich der Anträge auf Anerkennung einschlägiger Ausbildungs- und Berufstätigkeiten als geleistete praktische Tätigkeit am 15. Juli vorliegen.

Bewerber mit schulischer Hochschulzugangsberechtigung: Antrag auf Zulassung mit den erforderlichen Unterlagen Beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung: Antrag auf Zulassung zur Eignungsprüfung mit den erforderlichen Unterlagen.

Die entsprechenden Antragsformulare mit den Hinweisen auf die einzureichenden Unterlagen sind im Studentensekretariat erhältlich.

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7. Studienberatung

In allen allgemeinen Fragen der Studienberatung wenden Sie sich an das

Studentensekretariat der Hochschule Lausitz

Großenhainer Straße 57,  01968 Senftenberg, Telefon 03573 85-275 und 85-276;   Fax 03573 85-258;   E-Mail studamt=at=fh-lausitz.de oder www.fh-lausitz.de

In allen studienfachbezogenen Fragen und Fragen der Anerkennung von praktischen Leistungen wenden Sie sich an den

Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Lausitz

Lipezker Straße 47, 03048 Cottbus; Telefon 0355 5818-401;    Fax 0355 5818-409;     E-Mail dekanat-sw@hs-lausitz.de

 

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Anschrift

Hochschule Lausitz
Fachbereich Sozialwesen
Lipezker Straße 47
03048 Cottbus

Postanschrift
Postfach 13 02 33
03025 Cottbus

Telefon
+ 49 (0) 355 / 58 18 - 401
Fax
+ 49 (0) 355 / 58 18 - 409
eMail:
dekanat-sw=at=hs-lausitz.de

Nationaler Kodex

Ansprechpartner für ausländische Studierende:
(partner for foreign studying)
- polnische Studieninteressierte:
(Polish study-interested )
Herr  Mengel
- (andere) ausländische Studieninteressierte:
(other foreign study-interested )
Prof. Himmelmann